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Die Schatten der Kindheit und generationenübergreifender Traumata: Die verborgenen Wurzeln von Sucht und psychischen Erkrankungen

Mit Dr. James Flowers

Abdullah Boulad reflektiert sein Gespräch mit Dr. James Flowers über die Schatten der Kindheit und generationenübergreifender Traumata: die verborgenen Wurzeln von Sucht und …

Themen dieses Gesprächs

  1. Kindheit in Südtexas & Dysfunktion

  2. Generationenübergreifende Sucht & Emotionaler Missbrauch

  3. Verlust, Arbeitssucht & Familiäres Chaos

Weitere Themen
  • Todesfälle, Trauer & Überleben durch akademische Leistung
  • Gesunde Bewältigungsstrategien & Flucht durch Fokussierung
  • Therapie, Kindermädchen Eva & Lebenslange Unterstützung
  • Familiäre Dysfunktion definieren

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Der Gast

Dr. James Flowers

Über James Flowers: Seit mehr als 25 Jahren zählt Dr. James zu den bekanntesten und angesehensten Namen im Bereich chronischer Schmerzen, der Genesung bei Schmerzerkrankungen und der Suchtbehandlung. Aufgrund seines breit gefächerten Bildungshintergrunds und seiner umfassenden Erfahrung sowohl in der Beurteilung als auch in der Behandlung chronischer Schmerzen und gleichzeitig auftretender Suchterkrankungen gilt er als Experte.

Vom Gastgeber

Gedanken zum Gespräch

Was mir aus diesem Gespräch besonders in Erinnerung geblieben ist

Im Gespräch mit Dr. James Flowers hat mich beeindruckt, wie Sucht, emotionaler Schmerz und die Bedingungen miteinander verknüpft wurden, die eine nachhaltige Genesung ermöglichen. Diese Themen werden häufig getrennt voneinander behandelt, obwohl sie sich im Leben eines Menschen fortwährend gegenseitig beeinflussen können.

Mir wurde erneut bewusst, dass das Beenden eines Verhaltens nur ein Teil der Genesung ist. Dauerhafte Veränderung hängt häufig davon ab, zu verstehen, welchen Zweck die Substanz oder das Verhalten erfüllt hat, was nach ihrem Wegfall zutage tritt und welche Beziehungen und Strukturen eine andere Lebensweise unterstützen können.

Auch deshalb sollte ein Rückfall ehrlich betrachtet und nicht auf moralisches Versagen reduziert werden. Sicherheit und Eigenverantwortung sind wichtig, doch Scham bietet nur selten eine stabile Grundlage für Veränderung. Ein schlüssiger Plan muss den Menschen, sein Umfeld und die Zeit nach dem Ende intensiver Unterstützung berücksichtigen.

Meine übergreifende Erkenntnis ist, dass Balance kein feststehendes Ziel ist. Sie ist die Fähigkeit, wahrzunehmen, was geschieht, zu verstehen, was möglicherweise dahintersteht, und bewusster darauf zu reagieren. Professionelle Unterstützung kann dazu beitragen, diese Fähigkeit zu entwickeln, muss jedoch in den Lebensumständen, Entscheidungen und der Sicherheit des Menschen verankert bleiben.

Zusammenfassung der Folge

In diesem ausführlichen Gespräch berichtet der Experte für psychische Gesundheit und Diagnostik, Dr. James Flowers, von den persönlichen Erfahrungen, die seine klinische Haltung und seinen Ansatz in der integrativen Psychiatrie geprägt haben. Er wuchs in Südtexas in einer Familie auf, die von Dysfunktion, Alkoholismus, emotionalen Belastungen und wiederholten Verlusten betroffen war. Er erläutert, wie das Umfeld in den frühen Lebensjahren Identität, Bewältigungsmuster, übermäßiges Leistungsstreben und generationenübergreifende Vulnerabilität prägen kann.

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Beurteilung und Behandlung chronischer Schmerzen und gleichzeitig auftretender Suchterkrankungen erklärt Dr. Flowers, weshalb die moderne Psychiatrie seiner Ansicht nach häufig zu schnell zu Diagnose und Medikation übergeht, ohne die zugrunde liegenden Ursachen vollständig zu verstehen. Er spricht über die Risiken einer fragmentierten Versorgung und standardisierter Behandlungsmodelle und stellt seinen umfassenden psychiatrischen 360-Grad-Evaluationsansatz vor, der als „Living MRI“ bekannt ist. Dieses Modell verbindet medizinische Untersuchungen, Neuropsychologie, Hormone, Ernährung, Entzündungsparameter, Bildgebung des Gehirns und Verlaufsbeurteilungen, um den gesamten Menschen statt isolierter Symptome zu verstehen.

Diese Folge bietet persönliche Einblicke und klinische Tiefe für alle, die sich für Traumapsychologie, Genesung von Suchterkrankungen, Gehirngesundheit und die sich weiterentwickelnde Zukunft moderner Behandlung psychischer Erkrankungen interessieren.

Im Verlauf des Gesprächs kommen wir immer wieder darauf zurück, wie wichtig es ist, hinter sichtbare Symptome oder Verhaltensweisen zu blicken. Es geht nicht darum, jede Erfahrung in ein einziges Erklärungsmuster zu zwingen, sondern die Kombination aus Vorgeschichte, Beziehungen, Körper, Umfeld und Bedeutung zu verstehen, die für diesen Menschen relevant sein könnte.

Das vollständige Transkript

Transkript in der Originalsprache · EN

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