Living a Life in Balance
Warum Beziehungen scheitern: Familientraumata, Sucht und Kommunikationsprobleme
Mit Caroline Curtis Dolby
Abdullah Boulad reflektiert sein Gespräch mit Caroline Curtis Dolby darüber, warum Beziehungen scheitern: Familientraumata, Sucht und Kommunikationsprobleme und …

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Warum Beziehungen scheitern: Familientraumata, Sucht und Kommunikationsprobleme
Caroline Curtis Dolby
Themen dieses Gesprächs
Wie Traumata ihren Weg zur Psychotherapie prägten
Warum Familienmitglieder Traumata unterschiedlich erleben
Genesung, Sucht & erste berufliche Erfahrungen in der Psychotherapie
Weitere Themen
- Wie die eigene Genesung eine Therapeutin prägt
- Family Emotional Governance® erklärt
- Beziehungskrisen: Einsamkeit, Kontrolle & Untreue
- Konfliktreiche Familien: Sucht, Glücksspiel & Risiko
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Der Gast
Caroline Curtis Dolby
Über Caroline: Sie ist Psychotherapeutin in London und Gründerin von Belgravia Therapy. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familien. Ihr Schwerpunkt liegt auf komplexen Familiendynamiken, darunter konfliktreiche Scheidungen und Eltern-Kind-Entfremdung. Zudem verfügt sie über Erfahrung mit Traumata und Sucht.
Vom Gastgeber
Gedanken zum Gespräch
Was mir aus diesem Gespräch besonders im Gedächtnis geblieben ist
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Im Gespräch mit Caroline Curtis Dolby beeindruckte mich, wie Sucht, seelischer Schmerz und die Bedingungen für eine nachhaltige Genesung miteinander in Verbindung gebracht wurden. Diese Themen werden häufig getrennt voneinander erörtert, obwohl sie sich im Leben eines Menschen fortlaufend gegenseitig beeinflussen können.
Ich wurde daran erinnert, dass das Beenden eines Verhaltens nur ein Teil der Genesung ist. Dauerhafte Veränderung hängt häufig davon ab, zu verstehen, welche Funktion die Substanz oder das Verhalten erfüllt hat, was nach deren Wegfall zutage tritt und welche Beziehungen und Strukturen eine andere Lebensweise unterstützen können.
Auch deshalb sollte ein Rückfall ehrlich betrachtet und nicht auf moralisches Versagen reduziert werden. Sicherheit und Verantwortungsübernahme sind wichtig, doch Scham bietet nur selten eine stabile Grundlage für Veränderung. Ein schlüssiger Plan muss die betreffende Person, ihr Umfeld und die Zeit nach dem Ende der intensiven Unterstützung berücksichtigen.
Meine weitergehende Überlegung ist, dass Balance kein festes Ziel ist. Sie ist die Fähigkeit, wahrzunehmen, was geschieht, zu verstehen, wodurch es möglicherweise bedingt ist, und bewusster darauf zu reagieren. Professionelle Unterstützung kann dabei helfen, diese Fähigkeit zu entwickeln, muss jedoch stets in den Lebensumständen, Entscheidungen und der Sicherheit der Person verankert bleiben.
Zusammenfassung der Episode
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In vielen Fällen reagieren Menschen nicht nur auf den gegenwärtigen Moment, sondern auch auf eine Vergangenheit, die nie vollständig verstanden oder zum Ausdruck gebracht wurde.
In dieser Episode von Living a Life in Balance führe ich mit Caroline Curtis Dolby ein sachliches Gespräch über Traumata, Familiensysteme und die Realität von Beziehungen.
• Worauf gesunde Beziehungen beruhen: Respekt, Loyalität, Kommunikation und Unterstützung
Dieses Gespräch bietet eine differenzierte Perspektive auf Beziehungen: nicht als etwas, das perfektioniert werden muss, sondern als etwas, das es zu verstehen, gemeinsam zu bearbeiten und im Laufe der Zeit verantwortlich zu gestalten gilt.
Im Verlauf des Gesprächs kehren wir immer wieder zu der Bedeutung zurück, hinter sichtbare Symptome oder Verhaltensweisen zu schauen. Es geht nicht darum, jeder Erfahrung dieselbe Erklärung aufzuzwingen, sondern die Kombination aus Vorgeschichte, Beziehungen, Körper, Umfeld und Bedeutung zu verstehen, die für diese Person relevant sein könnte.
Das vollständige Transkript
Transkript in der Originalsprache · EN