Xanax ist ein Markenname für Alprazolam, ein verschreibungspflichtiges Benzodiazepin. Alprazolam-Präparate zur oralen Einnahme sind gemäß den jeweiligen Anwendungshinweisen einzunehmen und dürfen nicht zerkleinert und durch die Nase eingeatmet werden. Eine Tablette zu schnupfen ist weder eine sichere noch eine verlässliche Methode zur Behandlung von Angstzuständen und kann zusätzliche Schäden und Unsicherheiten mit sich bringen.
Warum eine Änderung des Anwendungswegs unsicher ist
Eine Tablette enthält Bestandteile, die für den zugelassenen Anwendungsweg vorgesehen sind. Wird die Darreichungsform verändert, kann dies die Wirkstoffabgabe verändern. Retardtabletten dürfen nicht zerkleinert werden. Diese Seite macht keine Aussagen über einen schnelleren Wirkungseintritt, vergleicht keine Rauschzustände und nennt kein Zeitfenster für eine erneute Anwendung: Solche Angaben sind keine verlässlichen Anweisungen für einen nicht zugelassenen Anwendungsweg.
Wenn Angstzustände nicht ausreichend kontrolliert werden oder das verordnete Medikament unwirksam erscheint, wenden Sie sich an die verordnende Ärztin oder den verordnenden Arzt. Eine höhere Dosis, ein anderer Anwendungsweg oder die Einnahme von Medikamenten, die jemand anderem verschrieben wurden, können das Risiko erhöhen, während das zugrunde liegende Problem unbehandelt bleibt.
Risiken der Anwendung und des Fehlgebrauchs von Alprazolam
Alprazolam kann Schläfrigkeit, Schwindel, Gedächtnisprobleme und Koordinationsstörungen verursachen. Alkohol, Opioide und andere dämpfend wirkende Substanzen können das Risiko einer ausgeprägten Sedierung, verlangsamter Atmung, eines Komas und des Todes erhöhen. Auch wer sich an das Medikament gewöhnt fühlt, ist nicht vor gefährlichen Kombinationen geschützt.
Bei einer nicht medizinisch begründeten Anwendung lässt sich außerdem schwerer feststellen, welche Menge eingenommen wurde oder ob eine außerhalb einer regulierten Apotheke beschaffte Tablette tatsächlich den angegebenen Inhalt hat. Schmerzen in der Nase, Blutungen oder anhaltende Reizungen nach dem Einatmen von Material sollten ärztlich abgeklärt werden. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, solange Ihre Fähigkeiten beeinträchtigt sind.
Wann Notfallhilfe erforderlich ist
Rufen Sie den Rettungsdienst, wenn jemand langsam oder unregelmäßig atmet, zusammenbricht, einen Krampfanfall hat oder sich nur schwer wecken lässt. Bleiben Sie bei der Person, sofern dies sicher möglich ist, und befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle. Teilen Sie den Rettungskräften mit, welche Substanzen möglicherweise eingenommen wurden, einschließlich Alkohol und anderer Medikamente.
Holen Sie bei einer zusätzlichen Dosis, einer unklaren Einnahmemenge oder unerwarteten Symptomen umgehend Rat bei einer Giftinformationsstelle oder einem ärztlichen Notdienst ein. Versuchen Sie nicht, der Wirkung mit einer anderen Substanz entgegenzuwirken. Gehen Sie nicht davon aus, dass eine ungewöhnlich schläfrige Person die Wirkung gefahrlos ausschlafen kann.
Körperliche Abhängigkeit, Sucht und Absetzen
Bei regelmäßiger, ärztlich verordneter Einnahme von Alprazolam kann eine körperliche Abhängigkeit entstehen. Das bedeutet, dass Entzugssymptome auftreten können, wenn die Dosis zu schnell reduziert oder das Medikament abgesetzt wird. Eine Sucht erfordert eine gesonderte klinische Beurteilung, die das Muster von Kontrolle, Konsum und schädlichen Folgen berücksichtigt. Sie sollte nicht allein aus einem bestimmten Anwendungsweg oder aus Entzugssymptomen abgeleitet werden.
Setzen Sie regelmäßig eingenommenes Alprazolam nicht abrupt ab und reduzieren Sie die Dosis nicht rasch ohne ärztliche Begleitung. Ein Benzodiazepinentzug kann lebensbedrohlich sein und unter anderem Krampfanfälle verursachen. Die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt kann mit Ihnen einen individuellen Plan zur schrittweisen Reduktion vereinbaren und neue Symptome, die ursprünglichen Angst- oder Panikbeschwerden sowie einen etwaigen Konsum anderer Substanzen beurteilen.
Hilfe ohne Verurteilung erhalten
Teilen Sie der behandelnden Fachperson mit, wie Sie das Medikament angewendet haben und welche Wirkung Sie sich davon erhofft haben. Diese Informationen helfen dabei, unmittelbare Risiken einzuschätzen und die Behandlung hilfreicher zu gestalten. Eine angemessene Behandlung kann eine Überprüfung der Medikation, eine psychologische Behandlung von Angst- oder Panikbeschwerden und zusätzliche Unterstützung umfassen, wenn sich der Konsum nur schwer kontrollieren lässt.
Die Intensität der Unterstützung sollte sich nach dem klinischen Bedarf richten. Ein veränderter Anwendungsweg bedeutet nicht automatisch, dass jede betroffene Person eine Suchtbehandlung in einer therapeutischen Wohneinrichtung benötigt. Zugleich können schwere Beeinträchtigungen, wiederholte Überdosierungen oder andere akute Probleme eine dringende oder intensivere medizinische Versorgung erforderlich machen.


