Poppers sind eine Droge und eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Gruppe von Alkylnitritverbindungen, insbesondere Amylnitrit, Butylnitrit und Isobutylnitrit. Diese Verbindungen sind in der Regel in kleinen Flaschen erhältlich und werden wegen ihrer entspannenden Wirkung inhaliert. Poppers wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aufgrund ihrer gefäßerweiternden Eigenschaften, d. h. sie erweitern die Blutgefäße und erhöhen den Blutfluss, zunächst zur Behandlung von Angina pectoris (Brustschmerzen aufgrund von Herzerkrankungen) eingeführt.
Im Laufe der Zeit wurde die medizinische Verwendung von Poppers zur Behandlung von Angina pectoris weitgehend überflüssig, aber ihr Gebrauch in der Freizeit blieb bestehen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde Poppers in bestimmten Subkulturen populär, weil es die glatten Muskeln entspannt und so das sexuelle Erlebnis potenziell verbessert. Außerdem berichteten die Konsumenten von einem kurzen Rausch oder einer Euphorie beim Inhalieren.
Jedoch hat der Konsum von Poppers Nebenwirkungen und ist nicht ohne Risiken. Zu den Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schwindel und Blutdruckabfall gehören. Sie können auch gefährlich sein, wenn sie eingenommen werden oder wenn sie mit anderen Substanzen kombiniert werden, insbesondere mit solchen, die ebenfalls gefäßerweiternde Wirkungen haben, wie Viagra.
Während Poppers in einigen Ländern legal sind, sind sie in anderen verboten oder werden kontrolliert, weil man sich Sorgen über ihr Missbrauchspotenzial und ihre Gesundheitsrisiken macht.
Häufig gestellte Fragen
Kann man von Poppers süchtig werden?
Poppers führen nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, wie dies bei Substanzen wie Nikotin oder Opioiden der Fall sein kann. Einige Konsumenten können jedoch eine psychische Abhängigkeit oder die Gewohnheit entwickeln, sie häufig zu konsumieren, insbesondere in bestimmten sozialen oder sexuellen Kontexten. Eine psychische Abhängigkeit besteht, wenn eine Person ein übermäßiges Verlangen oder einen Zwang verspürt, eine Substanz zu konsumieren, auch wenn dies negative Folgen für die Gesundheit, das soziale Umfeld oder andere Lebensbereiche mit sich bringt.
Woran erkennt man, ob jemand psychisch von Poppers abhängig ist?
Die typischen Anzeichen für eine psychische Abhängigkeit von Poppers sind grundsätzlich jene, die auch bei anderem Suchtverhalten bemerkbar sein können, wie zum Beispiel::u003cbru003eu003cbru003eu003cstrongu003eSteigerung des Konsumsu003c/strongu003e: Die Person muss immer mehr von der Substanz konsumieren, um den gewünschten Effekt zu erzielen.u003cbru003eu003cstrongu003eAufgeben anderer Aktivitätenu003c/strongu003e: Die Person gibt Hobbys, Interessen oder soziale Aktivitäten auf, die nicht mit dem Konsum von Poppers in Zusammenhang stehen.u003cbru003eu003cstrongu003eVerleugnungu003c/strongu003e: Die Person erkennt nicht, dass sie ein Problem mit dem Konsum hat, oder spielt die Auswirkungen des Konsums herunter.u003cbru003eu003cstrongu003eNegativer Einfluss auf das tägliche Lebenu003c/strongu003e: Trotz negativer Auswirkungen auf das Arbeitsleben, zwischenmenschliche Beziehungen oder die Gesundheit wird die Substanz weiterhin konsumiert.
Wer sollte den Gebrauch von Poppers vermeiden?
Jeder sollte Poppers meiden. Doch in besondere Personen mit Herz- oder Blutdruckproblemen, Personen, die Medikamente wie Potenzmittel einnehmen, und Personen mit bestimmten Atemwegsproblemen sollten Poppers aufgrund potenziell gefährlicher Wechselwirkungen oder einer Verschlimmerung ihrer Beschwerden meiden. Auch schwangere Personen und Personen, bei denen in der Vergangenheit unerwünschte Reaktionen auf Poppers aufgetreten sind, sollten unbedingt die Finger davon lassen.