- Neurobiologische Verfahren werden bei THE BALANCE eingesetzt, um Regulation, Stabilisierung und Erholung auf Ebene des Nervensystems zu unterstützen.
- Der Einsatz erfolgt indikationsbezogen, zurückhaltend und innerhalb eines klinisch verantworteten Gesamtkonzepts.
- Psychische Belastung, Trauma und chronischer Stress zeigen sich nicht ausschließlich im Erleben und Denken, sondern auch in neurophysiologischen Mustern, der autonomen Regulation und der Schlaf- und Stressreaktivität.
Neurobiologische Verfahren werden bei THE BALANCE eingesetzt, um Regulation, Stabilisierung und Erholung auf Ebene des Nervensystems zu unterstützen. Der Einsatz erfolgt indikationsbezogen, zurückhaltend und innerhalb eines klinisch verantworteten Gesamtkonzepts.
Psychische Belastung, Trauma und chronischer Stress zeigen sich nicht ausschließlich im Erleben und Denken, sondern auch in neurophysiologischen Mustern, der autonomen Regulation und der Schlaf- und Stressreaktivität. Neurobiologische Interventionen werden daher selektiv als ergänzende Maßnahmen eingesetzt – stets mit klarer Zielsetzung, definierter Dosierung und fortlaufender klinischer Bewertung.
DIE ROLLE DER NEUROBIOLOGIE IN DER GENESUNG
Viele Patientinnen und Patienten treten mit einer anhaltenden Dysregulation des Nervensystems in die Behandlung ein. Typische Ausprägungen sind:
- chronische Übererregung oder Erstarrung/Shutdown
- eingeschränkte Fähigkeit zur körperlichen Beruhigung trotz Einsicht und Anstrengung
- Schlafstörungen und Erschöpfung
- ausgeprägte Stressreaktivität
- beeinträchtigte Emotionsregulation
Neurobiologische Verfahren zielen darauf ab, Flexibilität und Belastbarkeit von Gehirn und Nervensystem zu fördern. Dadurch kann die Wirksamkeit psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlungsschritte unterstützt werden.
ERGÄNZEND – NICHT ALS ALLEINIGE BEHANDLUNG
Neurobiologische Verfahren werden nicht als primäre oder isolierte Behandlung eingesetzt. Bei THE BALANCE gilt:
- Sie ergänzen Psychotherapie sowie psychiatrische und medizinische Behandlung.
- Sie unterstützen die therapeutische Beziehung und psychologische Arbeit, ersetzen diese jedoch nicht.
- Einführung und Intensität orientieren sich an Diagnostik, Indikation und individueller Belastbarkeit.
- Die Angemessenheit wird fortlaufend überprüft und dokumentiert.
Technische Verfahren unterstützen die Behandlung – sie steuern sie nicht.
MÖGLICHE VERFAHREN
Abhängig von Bedarf, Indikation und Eignung können neurobiologische Ansätze Folgendes umfassen:
- neuromodulationsbasierte Interventionen
- Neurofeedback und Biofeedback
- Regulation der Herzratenvariabilität (HRV)
- klangbasierte Regulationsprotokolle
- Methoden zur Unterstützung des Vagusnervs und des autonomen Nervensystems
Die Auswahl erfolgt sorgfältig; die Anwendung ist konservativ und in einen übergeordneten Behandlungsplan eingebettet.
SICHERHEIT, DOSIERUNG & KLINISCHE AUFSICHT
Alle neurobiologischen Verfahren erfolgen unter:
- ärztlicher und klinischer Aufsicht
- Beachtung von Sicherheit, Risiken und Kontraindikationen
- gradueller Dosierung mit Monitoring
- Aufklärung und informierter Einwilligung
Interventionen werden angepasst oder beendet, wenn sie nicht wirksam, nicht verträglich oder klinisch nicht angezeigt sind.
TRAUMASENSIBLE ANWENDUNG
Der Einsatz erfolgt in einem traumasensiblen Rahmen. Dazu gehören:
- umsichtiger Umgang mit sensorischen Reizen und Stimulation
- Vermeidung von Überforderung und übermäßiger Intensität
- kontinuierliche Beachtung körperlicher Reaktionen und Rückmeldungen
- Respekt vor individuellen Grenzen und Bereitschaft
Regulation hat Vorrang vor Aktivierung.
INTEGRATION IN MULTIDISZIPLINÄRE BEHANDLUNG
Neurobiologische Verfahren werden integriert mit:
- Psychotherapie und traumafokussierter Behandlung
- psychiatrischer und medizinischer Versorgung
- somatischen und körperorientierten Therapien
- umgebungs- und genesungsunterstützenden Maßnahmen
Die Integration dient der Kohärenz des Behandlungsplans und reduziert das Risiko fragmentierter oder rein technisch ausgerichteter Interventionen.
WAS NEUROBIOLOGISCHE VERFAHREN SIND – UND WAS NICHT
Sie sind:
- unterstützende Instrumente innerhalb der Behandlung
- evidenzinformiert und klinisch gesteuert
- selektiv und mit klarer Indikationsstellung eingesetzt
Sie sind nicht:
- experimentelle Abkürzungen
- technologiegetriebene „Lösungen“
- Garantien für Behandlungsergebnisse
- Ersatz für Psychotherapie oder medizinische Versorgung
WEITERE INFORMATIONEN
Vertiefende, edukative Informationen zu hirnbasierten und regulationsorientierten Ansätzen finden Sie im Bereich Ressourcen & Publikationen.
