In Kürze
  • Traumafokussierte Therapien bei THE BALANCE erfolgen indikationsgeleitet, mit klinischer Sorgfalt und unter Berücksichtigung der individuellen Belastbarkeit und Behandlungsbereitschaft.
  • Viele Patientinnen und Patienten berichten von traumatischen Erfahrungen, chronischer Belastung oder langandauernder Überforderung.
  • Traumafokussierte Behandlung wird deshalb als therapeutischer Prozess verstanden und nicht als Massnahme, die beschleunigt oder gegen die innere Stabilität durchgeführt werden darf.

Traumafokussierte Therapien bei THE BALANCE erfolgen indikationsgeleitet, mit klinischer Sorgfalt und unter Berücksichtigung der individuellen Belastbarkeit und Behandlungsbereitschaft.

Viele Patientinnen und Patienten berichten von traumatischen Erfahrungen, chronischer Belastung oder langandauernder Überforderung. Traumafokussierte Behandlung wird deshalb als therapeutischer Prozess verstanden und nicht als Massnahme, die beschleunigt oder gegen die innere Stabilität durchgeführt werden darf. Massgeblich sind Sicherheit, Regulation und informierte Einwilligung.

TRAUMA IM BEHANDLUNGSKONTEXT VERSTEHEN

Trauma kann beeinflussen, wie Menschen:

  • Emotionen und Stress regulieren
  • den eigenen Körper und körperliche Empfindungen wahrnehmen
  • Beziehungen zu anderen und zu sich selbst gestalten
  • auf wahrgenommene Bedrohung oder Ungewissheit reagieren

Ziel traumafokussierter Therapien ist es, diese Auswirkungen fachlich fundiert zu adressieren, ohne Überforderung zu erzeugen oder Belastungsmuster zu verstärken.

SICHERHEIT VOR VERARBEITUNG

Traumaarbeit beginnt bei THE BALANCE nicht mit Exposition oder unmittelbarer Erinnerungsverarbeitung. Zu Beginn stehen im Vordergrund:

  • Aufbau psychischer und körperlicher Sicherheit
  • Unterstützung der Regulation des Nervensystems
  • Stärkung innerer und äusserer Ressourcen
  • Erweiterung der Fähigkeit, emotionale Zustände auszuhalten und zu steuern

Eine Verarbeitung erfolgt erst, wenn eine ausreichende Stabilität klinisch erkennbar und tragfähig ist.

MÖGLICHE THERAPEUTISCHE ANSÄTZE

Die traumafokussierte Behandlung kann – abhängig von Befund, Indikation und Zielsetzung – auf etablierten, evidenzinformierten Verfahren basieren, unter anderem:

  • traumasensibler Psychotherapie
  • stabilisierungsorientierten Interventionen
  • Techniken der Erinnerungsverarbeitung, sofern klinisch angezeigt
  • somatischen und körperorientierten Ansätzen
  • regulationsfokussierter und bindungsorientierter Arbeit

Es wird kein Verfahren schematisch angewendet. Die Auswahl erfolgt nach diagnostischer Einschätzung und individueller Bedarfslage.

Traumafokussierte Therapien orientieren sich an:

  • ausdrücklicher, informierter Einwilligung
  • sorgfältiger Dosierung und schrittweisem Vorgehen
  • Aufmerksamkeit für Anzeichen von Überforderung oder Dissoziation
  • der Möglichkeit, jederzeit zu pausieren oder anzupassen

Die Patientin bzw. der Patient behält während des gesamten Verlaufs Handlungsfähigkeit und Mitbestimmung.

EINBINDUNG IN MULTIDISZIPLINÄRE VERSORGUNG

Traumafokussierte Therapien sind eingebettet in:

  • Psychotherapie und beziehungsorientierte Arbeit
  • psychiatrische und medizinische Verlaufskontrolle
  • neurobiologische und somatische Behandlungsbausteine
  • umfeldbezogene und genesungsorientierte Unterstützung

Diese Einbindung stellt sicher, dass Traumaarbeit innerhalb eines stabilen, kohärenten klinischen Rahmens erfolgt.

STATIONÄRE UND AMBULANTE RAHMEN

Traumafokussierte Therapien können durchgeführt werden im Rahmen von:

  • Individualized Residential Care
  • Small-Group Residential Care
  • Outpatient & Continuity of Care

Die Wahl des Settings richtet sich nach Erfordernissen der Stabilisierung und des Schutzes, der klinischen Komplexität sowie der aktuellen Belastbarkeit.

WAS TRAUMAFOkUSSIERTE THERAPIEN SIND – UND WAS NICHT

Sie sind:

  • individualisiert und in angemessenem Tempo durchgeführt
  • an Sicherheit und Regulation ausgerichtet
  • auf die gesamte Person und ihre Lebensumstände bezogen

Sie sind nicht:

  • ein Programm zur schnellen Exposition
  • erzwungene Erinnerungsverarbeitung
  • standardisierte Protokolle ohne individuelle Indikationsprüfung
  • Zusagen einer vollständigen Symptomfreiheit

Verläufe sind häufig nicht linear; dies wird im therapeutischen Vorgehen berücksichtigt und respektiert.

WEITERE INFORMATIONEN

Fachlich aufbereitete Informationen zu Trauma, Stress und Genesungsprozessen finden Sie im Bereich Resources & Publications.