In Kürze
  • Die klinische Governance bei THE BALANCE bildet den verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen Behandlung an allen Standorten verantwortungsvoll, konsistent und ethisch vertretbar geplant, durchgeführt und überprüft wird.
  • Zweck der klinischen Governance Klinische Governance ist weder eine einzelne Richtlinie noch ein einzelnes Gremium.
  • Klinische Leitung Die klinische Leitung verantwortet die Aufsicht über sämtliche Behandlungsaktivitäten.

Die klinische Governance bei THE BALANCE bildet den verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen Behandlung an allen Standorten verantwortungsvoll, konsistent und ethisch vertretbar geplant, durchgeführt und überprüft wird.

Sie stellt sicher, dass klinische Entscheidungen auf anerkannten fachlichen Standards, multidisziplinärer Aufsicht und langfristiger Verantwortung beruhen – insbesondere bei komplexen Verläufen, in denen Risiko, Vulnerabilität und mehrere gleichzeitige Bedarfe zusammentreffen.

Zweck der klinischen Governance

Klinische Governance ist weder eine einzelne Richtlinie noch ein einzelnes Gremium. Sie ist ein strukturiertes System, das Folgendes gewährleistet:

  • Patientensicherheit
  • Konsistenz der Versorgung über Standorte hinweg
  • Ethische Verantwortung in der Entscheidungsfindung
  • Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit auf allen Behandlungsebenen

Bei THE BALANCE ist Governance darauf ausgerichtet, individualisierte Behandlung fachlich abzusichern und zugleich Klientinnen und Klienten, Angehörige sowie Behandelnde durch klare Zuständigkeiten und Standards zu schützen.

Klinische Leitung

Die klinische Leitung verantwortet die Aufsicht über sämtliche Behandlungsaktivitäten. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Festlegung klinischer Standards und fachlicher Grenzen
  • Sicherstellung einer angemessenen Diagnostik und Indikationsprüfung vor Aufnahme
  • Supervision und Steuerung komplexer Fälle
  • Förderung und Strukturierung multidisziplinärer Zusammenarbeit
  • Risikoeinschätzung und Eskalation bei Bedarf

Die Leitungsfunktion ist von kommerziellen Erwägungen unabhängig und orientiert sich an berufsethischen Grundsätzen sowie klinischer Verantwortung.

Multidisziplinäre Entscheidungsfindung

Die Versorgung bei THE BALANCE erfolgt durch multidisziplinäre Teams, die je nach Bedarf medizinische, psychiatrische, psychologische und therapeutische Fachdisziplinen einbeziehen. Wesentliche klinische Entscheidungen werden nicht isoliert getroffen, sondern gestützt auf:

  • umfassende Diagnostik
  • laufende klinische Verlaufsbeurteilung
  • fachliche Beiträge der jeweils relevanten Disziplinen
  • Abwägung von Risiko, Einwilligungsfähigkeit und Eignung

Dieses Vorgehen reduziert blinde Flecken und unterstützt abgewogene, dokumentierbare Entscheidungen.

Diagnostik, Eignung und Aufnahme

Klinische Governance beginnt vor der Aufnahme. Jede potenzielle Klientin und jeder potenzielle Klient durchläuft ein strukturiertes Abklärungsverfahren, das klärt:

  • klinische Indikation und Angemessenheit
  • Risikofaktoren und Kontraindikationen
  • erforderliches Versorgungsniveau
  • voraussichtliche Fähigkeit, vom Behandlungsprogramm zu profitieren

Eine Aufnahme erfolgt nicht automatisch. Ist das Versorgungsmodell nicht geeignet, können alternative Empfehlungen ausgesprochen werden. Diese Selektivität ist Bestandteil ethischer und klinischer Verantwortung.

Laufende Supervision und Überprüfung

Die klinische Arbeit unterliegt während der gesamten Behandlung fortlaufender Supervision und Überprüfung. Dazu zählen:

  • regelmäßige Fallbesprechungen
  • Monitoring von Fortschritt und neu auftretenden Risiken
  • Anpassung von Behandlungsplänen bei Bedarf
  • klare Dokumentation sowie strukturierte Übergabeprozesse

Supervision dient der Qualitätssicherung und schafft zugleich professionelle Rahmung und Verantwortlichkeit für Behandelnde.

Risikomanagement und ethische Grenzen

Komplexe klinische Behandlung ist mit inhärenten Risiken verbunden. Klinische Governance stellt strukturierte Mechanismen bereit, um Risiken zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu adressieren. Dazu gehören:

  • definierte Eskalations- und Interventionswege
  • klar formulierte ethische Grenzen
  • Schutzmechanismen im Umgang mit Doppelbeziehungen und Abhängigkeitsdynamiken
  • Berücksichtigung von Einwilligungsfähigkeit, informierter Zustimmung und Autonomie

Entscheidungen orientieren sich an nachhaltiger Stabilität und Sicherheit, nicht an kurzfristigen Effekten.

Konsistenz über Standorte hinweg

THE BALANCE arbeitet an mehreren internationalen Standorten. Die Standards der klinischen Governance sind standortübergreifend konsistent. Lokale regulatorische Anforderungen werden eingehalten; übergeordnete Governance-Prinzipien sichern Kontinuität in:

  • Diagnostik- und Beurteilungsstandards
  • klinischer Aufsicht
  • ethischer Entscheidungsfindung
  • Qualitätssicherung

So bleibt die Versorgung unabhängig vom Standort kohärent, überprüfbar und verantwortbar.

Kontinuität der Versorgung und Nachsorge

Klinische Governance endet nicht mit der stationären Behandlung. Entlassungsplanung und Nachsorge sind in den klinischen Prozess integriert, um Kontinuität zu sichern, Risiken zu reduzieren und langfristige Stabilität zu unterstützen.

Sofern fachlich angezeigt, umfasst dies auch die Zusammenarbeit mit externen Behandlerinnen und Behandlern sowie – im geeigneten Rahmen – mit relevanten Familiensystemen.

Eine durch Governance geführte Institution

Klinische Governance spiegelt das Verständnis von THE BALANCE wider, dass Verantwortung im Gesundheitswesen nicht bei guten Absichten endet. Erforderlich sind Struktur, Aufsicht und die Bereitschaft zu sorgfältigen Entscheidungen – einschließlich der Entscheidung, eine Behandlung nicht zu beginnen, wenn Indikation oder Sicherheit dies nahelegen.

Dieser Rahmen trägt sämtliche Versorgungsbereiche bei THE BALANCE.