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Jil MooreDirektorin Kundenbeziehungen
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Sich in der Therapie gehört fühlen: Mein Gespräch mit Chantelle Thomas, PhD

Mit Chantelle Thomas, PhD

Chantelle Thomas spricht mit Abdullah Boulad über Vertrauen, ehrliche Entschuldigungen, Schutzreaktionen und die menschliche Beziehung im Zentrum der Therapie.

Themen dieses Gesprächs

  1. Wie familiäre Erfahrungen und kulturelle Zusammenhänge Chantelles beruflichen Weg geprägt haben.

  2. Warum gute Absichten nicht garantieren, dass sich jemand sicher oder verstanden fühlt.

  3. Sich mit Verantwortungsbewusstsein entschuldigen, statt eine Absicht zu verteidigen.

Weitere Themen
  • Raum für Rückmeldungen schaffen, ohne professionelle Grenzen aufzugeben.
  • Scheinbar widerständige Reaktionen als möglicherweise schützend verstehen.
  • Klinische Beobachtungen, Forschungsergebnisse und Behandlungsversprechen auseinanderhalten.

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Der Gast

Chantelle Thomas, PhD

Chantelle Thomas ist klinische Psychologin und Executive Clinical Director bei Windrose Recovery. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Sucht, Trauma und Gesundheitspsychologie; ihre offizielle Biografie nennt außerdem eine Zertifizierung in Biofeedback. Sie moderiert Blind Spots: Exploring What We Cannot See, einen Podcast über häufig übersehene Aspekte von Genesung und Beziehungen. Weitere Einblicke bieten ihre offizielle berufliche Biografie und ihr Podcast.

Vom Gastgeber

Gedanken zum Gespräch

Was mir aus diesem Gespräch geblieben ist

Für mich ist die zentrale Frage nicht, ob eine Therapeutin oder ein Therapeut immer vollkommen gefasst sein kann. Entscheidend ist, ob die Beziehung ehrlich bleiben kann, wenn etwas Schwieriges geschieht. Chantelle kommt immer wieder auf die Verantwortung zurück, die eigene Wirkung wahrzunehmen, besonders wenn sie von der beabsichtigten Wirkung abweicht.

Dieses Thema reicht über den Therapieraum hinaus. Verstanden zu werden ist nicht dasselbe wie Zustimmung zu erhalten. Und jemandem zugewandt zu sein entbindet uns nicht davon zuzuhören, wenn die Person sagt, dass wir etwas übersehen haben.

Der Mensch hinter der beruflichen Rolle

Chantelle beschreibt ihr frühes Interesse an den Gefühlen anderer und die familiären Erfahrungen, die ihren Berufsweg beeinflusst haben. Sie blickt auch auf das Leben zwischen südafrikanischen, kanadischen und kalifornischen Kontexten zurück und darauf, wie Kultur prägt, was vertraut erscheint oder schwer anzusprechen ist.

Ihre Erzählung erinnert daran, dass auch Fachpersonen eine eigene Geschichte in Beziehungen mitbringen. Entscheidend ist, wie sie diese verstehen und damit umgehen, statt anzunehmen, Qualifikationen würden persönliche blinde Flecken beseitigen.

Eine Entschuldigung, die dem anderen Raum lässt

Wir nehmen uns Zeit für den Unterschied zwischen dem Anerkennen einer Verletzung und der Erklärung, dass sie nicht beabsichtigt war. Chantelle beschreibt, wie Harriet Lerners Arbeit über Entschuldigungen sie ermutigt hat, beim Erleben des anderen zu bleiben, statt zu schnell in Selbstverteidigung überzugehen.

Dieser Unterschied ist wichtig: Eine Entschuldigung kann beruhigend klingen und dennoch von der verletzten Person verlangen, zuerst den Sprechenden zu verstehen. Verantwortung bedeutet in diesem Gespräch, mehr hören zu wollen, Versäumtes anzuerkennen und zu überlegen, was sich ändern muss.

Authentizität bedeutet nicht Grenzenlosigkeit

Chantelle hinterfragt die Darstellung einer distanzierten, makellosen Fachperson. Sie beschreibt ihren Wunsch nach einer therapeutischen Beziehung, in der Wärme und Ehrlichkeit echt sind und nicht nur durch eine bestimmte Stimmlage vermittelt werden.

Wir sprechen auch über das Spannungsfeld zwischen Offenheit und Verantwortung. Klientinnen und Klienten sollten nicht für die Gefühle der behandelnden Person sorgen müssen. Menschlichkeit in einer professionellen Rolle umfasst weiterhin angemessene Grenzen, Aufmerksamkeit für Machtverhältnisse und den Fokus auf den hilfesuchenden Menschen.

Zuhören, wenn Rückmeldungen unangenehm sind

Ein praktischer Teil des Gesprächs betrifft die Reaktion eines ganzen Teams, wenn jemand eine Sorge anspricht. Chantelle beschreibt, wie sie Mitarbeitende dazu ermutigt, nicht automatisch eine Kollegin, einen Kollegen oder das Programm zu verteidigen, bevor sie die Erfahrung der betroffenen Person verstanden haben.

Zuzuhören verlangt keine sofortige Entscheidung darüber, wer recht hat. Es bedeutet, dem Anliegen Raum zu geben, den Vorgang zu prüfen und verantwortungsvoll zu reagieren. Sie erörtert auch, wie als widerständig bezeichnetes Verhalten schützend sein kann: eine Einladung zur Neugier, ohne notwendige Grenzen aufzuheben.

Was das Gespräch über psychedelisch unterstützte Arbeit zeigt – und was nicht

Chantelle erläutert, wie die Mitarbeit in klinischer Forschung ihre Aufmerksamkeit für Vorbereitung, Einwilligung und die therapeutische Beziehung geprägt hat. Bei der Beschreibung ketaminunterstützter Arbeit in einem stationären Umfeld betont sie Auswahl, bestehendes Vertrauen und fortlaufende Unterstützung, statt mithilfe einer Substanz eine emotionale Öffnung zu erzwingen.

Eine besonders wichtige Einschränkung folgt später: Die Nachbeobachtungsdaten ihrer Einrichtung seien noch nicht formal ausgewertet worden; außerdem beschreibt sie Grenzen der Vergleichbarkeit und Nachverfolgung. Ihre positiven Beobachtungen sind kein kontrollierter Wirksamkeitsnachweis, keine Erfolgsquote und keine Sicherheitsgarantie.

Sich gesehen fühlen statt auf eine schnelle Lösung hoffen

In ihrem persönlichen Erfahrungsbericht beschreibt Chantelle, wie wichtig es war, sich während der Integration nach einer Forschungssitzung verstanden zu fühlen. Im Mittelpunkt steht nicht eine einzelne Erfahrung, die auf magische Weise alles löst, sondern das, was innerhalb einer fortbestehenden Beziehung möglich werden kann.

Ich komme auf dieselbe Frage zurück, die sich durch die Folge zieht: Können wir dem Menschen Raum geben und nicht nur dem Problem? Das ist eine Einladung, über Zuhören und Verantwortung nachzudenken, keine Empfehlung für ein bestimmtes Medikament oder eine Behandlung ohne qualifizierte Begleitung.

Das vollständige Transkript

Transkript in der Originalsprache · EN

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