- Binge-Eating beschreibt wiederkehrende Episoden, in denen große Nahrungsmengen aufgenommen werden und ein subjektiver Kontrollverlust erlebt wird.
- Bei THE BALANCE wird Binge-Eating nicht als mangelnde Disziplin bewertet, sondern als Regulationsphänomen, das im Zusammenhang mit Stress, emotionaler Überforderung, restriktiven Mustern oder einer Dysregulation des Nervensystems auftreten kann.
- Die Versorgung erfolgt individualisiert, traumasensibel und unter klinischer Governance.
Binge-Eating beschreibt wiederkehrende Episoden, in denen große Nahrungsmengen aufgenommen werden und ein subjektiver Kontrollverlust erlebt wird. Häufig folgen darauf ausgeprägte Belastung, Scham oder emotionales Unbehagen.
Bei THE BALANCE wird Binge-Eating nicht als mangelnde Disziplin bewertet, sondern als Regulationsphänomen, das im Zusammenhang mit Stress, emotionaler Überforderung, restriktiven Mustern oder einer Dysregulation des Nervensystems auftreten kann. Die Versorgung erfolgt individualisiert, traumasensibel und unter klinischer Governance.
BINGE-EATING VERSTEHEN
Binge-Eating kann sich unter anderem entwickeln als Reaktion auf:
- chronischen Stress oder anhaltende emotionale Unterdrückung
- restriktive Essmuster oder Diäten
- Traumafolgen oder nicht verarbeitete emotionale Erfahrungen
- eingeschränkte Fähigkeit, innere Zustände auszuhalten und zu regulieren
- Zyklen aus Verzicht und nachfolgender Belohnung
Nahrung kann dabei zu einem primären Mittel werden, um zu beruhigen, zu stabilisieren oder innere Spannung zu reduzieren.
WIE SICH BINGE-EATING ZEIGEN KANN
Binge-Eating kann einhergehen mit:
- Episoden des Essens über das körperliche Hungergefühl hinaus
- erlebtem Kontrollverlust während des Essens
- sehr schnellem Essen oder Essen im Verborgenen
- emotionaler Belastung, Scham oder ausgeprägter Selbstkritik im Anschluss
- wiederholten Kontrollversuchen, die den Kreislauf verstärken können
- Gewichtsschwankungen oder Veränderungen der metabolischen Gesundheit
Viele Betroffene leiden im privaten Rahmen, während sie nach außen weiterhin leistungsfähig erscheinen.
BINGE-EATING BEI ERWACHSENEN UND IN KOMPLEXEN KONSTELLATIONEN
Bei THE BALANCE wird Binge-Eating häufig im Zusammenhang gesehen mit:
- Angst- oder depressiven Symptomen
- chronischem Stress oder Burnout
- Traumafolgen oder bindungsbezogenen Schwierigkeiten
- Vorgeschichte restriktiven Essens oder wiederholter Diäten
- Dysregulation des Nervensystems
Die klinische Einordnung erfolgt stets im gesamten emotionalen, relationalen und physiologischen Kontext.
EIN REGULATIONSFOKUSSIERTER UND TRAUMASENSIBLER ANSATZ
Binge-Eating erfüllt häufig die Funktion einer Selbstregulationsstrategie. Entsprechend richtet sich die Behandlung aus auf:
- Wiederherstellung physiologischer und emotionaler Regulation
- Reduktion von Zyklen aus Restriktion und kompensatorischen Mustern
- Aufbau von Toleranz gegenüber emotionalen Zuständen
- Bearbeitung von Scham und selbstabwertenden Bewertungen
Die Behandlung vermeidet Konzepte, die auf Kontrolle, Sanktionierung oder Schuldzuweisung beruhen.
WIE THE BALANCE BINGE-EATING KLINISCH BEHANDELT
Die Versorgung ist:
- diagnostikgeleitet und individuell indiziert
- multidisziplinär und eng koordiniert
- in allen Disziplinen traumasensibel ausgerichtet
- auf psychologische, ernährungsmedizinische und physiologische Faktoren ausgerichtet
Je nach Befund und Indikation können Psychotherapie, psychiatrische Mitbehandlung, ernährungsbezogene Unterstützung, neurobiologische und körperorientierte Verfahren sowie strukturierte Behandlungssettings Bestandteil eines integrierten Gesamtplans sein.
DIE ROLLE DES NERVENSYSTEMS
Binge-Eating steht häufig in Verbindung mit:
- stressbedingter Dysregulation
- eingeschränktem Zugang zu Ruhe, Sättigung oder innerer Stabilität
- emotionaler Überflutung mit nachfolgendem Erschöpfungs- oder Rückzugszustand
- Nutzung von Nahrung zur Erdung oder kurzfristigen Entlastung
Eine gezielte Stabilisierung der Stress- und Emotionsregulation kann den Druck reduzieren, Nahrung als Regulationsmittel einzusetzen.
STATIONÄRE UND AMBULANTE BEHANDLUNGSRAHMEN
Abhängig von Schweregrad, medizinischen Risiken und funktioneller Beeinträchtigung kann die Behandlung erfolgen im Rahmen von:
- Individualisierter stationärer Behandlung
- Stationärer Behandlung in Kleingruppen
- Ambulanter Behandlung und Kontinuitätsversorgung
Die Versorgungsstufe wird anhand der Diagnostik, medizinischer Erfordernisse und der Behandlungsfähigkeit festgelegt.
WICHTIGER HINWEIS ZUR GENESUNG
Die Genesung bei Binge-Eating zielt auf die Wiederherstellung von Vertrauen in körperliche Signale und innere Hinweise. Fortschritte können sich zeigen durch:
- geringere Häufigkeit von Essanfällen
- verbesserte Emotions- und Stressregulation
- weniger Scham und weniger Geheimhaltung
- eine flexiblere Beziehung zu Nahrung
- Verbesserungen der metabolischen und emotionalen Gesundheit
Die Behandlung ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet und nicht auf rigide Kontrolle.
NÄCHSTE SCHRITTE
Wenn Kontrollverlust beim Essen oder eine erhebliche emotionale Belastung im Zusammenhang mit Nahrung Ihre Gesundheit und Funktionsfähigkeit beeinträchtigt, kann unser Admissions-Team vertraulich orientieren und gemeinsam mit Ihnen die medizinisch und klinisch angemessenen nächsten Schritte klären.





















