In Kürze
  • Angststörungen sind gekennzeichnet durch anhaltende Angst, Sorgen oder erhöhte Wachsamkeit, die das emotionale Erleben, Entscheidungen, Beziehungen und die alltägliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen können.
  • Die Behandlung erfolgt indikationsgeleitet, individuell abgestimmt und in einem klinisch verantworteten Tempo.
  • Anhaltende Angst weist häufig auf Schwierigkeiten in der Regulation der Stressreaktion hin.

Angststörungen sind gekennzeichnet durch anhaltende Angst, Sorgen oder erhöhte Wachsamkeit, die das emotionale Erleben, Entscheidungen, Beziehungen und die alltägliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen können.

Bei THE BALANCE wird Angst nicht allein als „übermäßiges Sorgen“ verstanden, sondern als Zustand anhaltender Überaktivierung des Nervensystems, häufig geprägt durch Stress, traumatische Erfahrungen, biografische Belastungen und individuelle biologische Vulnerabilität. Die Behandlung erfolgt indikationsgeleitet, individuell abgestimmt und in einem klinisch verantworteten Tempo.

VERSTÄNDNIS VON ANGST

Angst kann sich entwickeln im Zusammenhang mit:

  • langandauerndem oder kumulativem Stress
  • traumatischen oder überwältigenden Erfahrungen
  • chronischem Druck oder hoher Verantwortung
  • Unsicherheit, Kontrollverlust oder wahrgenommener Bedrohung
  • Dysregulation des Nervensystems

In akuten Situationen kann Angst eine Schutzfunktion erfüllen. Persistiert sie jedoch, wird sie häufig einschränkend und erschöpfend.

WIE SICH ANGSTSTÖRUNGEN ZEIGEN KÖNNEN

Angst kann sich in unterschiedlichen Ausprägungen zeigen, unter anderem durch:

  • ausgeprägtes Grübeln oder anhaltende Sorgen
  • innere Unruhe oder anhaltende Anspannung
  • Panikattacken oder plötzlich einsetzende Angstreaktionen
  • körperliche Symptome wie Herzklopfen oder Atemnot
  • Schlafstörungen
  • Konzentrations- oder Entscheidungsprobleme
  • Vermeidung von als bedrohlich erlebten Situationen

Die Symptomatik kann schwanken und ist nicht selten mit hoher äußerer Leistungsfähigkeit vereinbar.

ANGST BEI KOMPLEXEN KLINISCHEN BILDERN

Bei THE BALANCE werden Angststörungen häufig im Zusammenhang gesehen mit:

  • Depression oder Erschöpfungssyndromen (Burnout)
  • traumabezogenen Störungsbildern
  • chronischem Stress oder Dysregulation des Nervensystems
  • Substanzkonsum oder verhaltensbezogenen Bewältigungsstrategien
  • Schlafstörungen oder psychosomatischen Beschwerden

Angst wird daher als Teil eines umfassenden klinischen Gesamtbildes beurteilt und nicht isoliert betrachtet.

REGULATIONSORIENTIERTES UND TRAUMAINFORMIERTES VORGEHEN

Anhaltende Angst weist häufig auf Schwierigkeiten in der Regulation der Stressreaktion hin. Der therapeutische Fokus liegt deshalb auf:

  • Stabilisierung und Wiederherstellung der autonomen Balance
  • Reduktion chronischer Übererregung (Hyperarousal)
  • Aufbau von Toleranz gegenüber Unsicherheit und emotionalem Erleben
  • Bearbeitung zugrunde liegender psychischer und relationaler Einflussfaktoren

Die Behandlung wird an Belastbarkeit, Ressourcen und Behandlungsbereitschaft angepasst.

BEHANDLUNGSANSATZ BEI THE BALANCE

Die Versorgung ist:

  • diagnostisch fundiert und individuell geplant
  • multidisziplinär organisiert und eng koordiniert
  • in allen Disziplinen traumainformiert ausgerichtet
  • auf psychische, physiologische und verhaltensbezogene Faktoren gleichermaßen ausgerichtet

Je nach Indikation können Psychotherapie, psychiatrische Mitbehandlung, neurobiologische und körperorientierte Verfahren sowie strukturierte therapeutische Settings eingesetzt werden – integriert in einen kohärenten, ärztlich verantworteten Behandlungsplan.

DIE ROLLE DES NERVENSYSTEMS

Angststörungen gehen häufig einher mit:

  • anhaltender sympathischer Aktivierung
  • eingeschränktem Zugang zu Ruhe und Erholung
  • erhöhter Bedrohungswahrnehmung
  • körperlichen Stressreaktionen, die über eine reale Gefahr hinaus fortbestehen

Die Unterstützung der autonomen Regulation ist ein zentraler Bestandteil einer wirksamen Behandlung.

STATIONÄRE UND AMBULANTE VERSORGUNGSKONTEXTE

Abhängig von Schweregrad und funktioneller Beeinträchtigung kann die Behandlung erfolgen im Rahmen von:

  • Individualisierter stationärer Behandlung
  • Stationärer Behandlung in Kleingruppen
  • Ambulanter Behandlung und Weiterbehandlung (Continuity of Care)

Die Versorgungsstufe wird durch die klinische Einschätzung bestimmt und nicht allein durch die Diagnose.

WICHTIGER HINWEIS ZUM GENESUNGSVERLAUF

Die Stabilisierung bei Angststörungen erfolgt in der Regel schrittweise. Fortschritte können sich zeigen durch:

  • geringere Intensität und Häufigkeit von Angstsymptomen
  • verbesserte Emotions- und Stressregulation
  • mehr Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Flexibilität
  • wiederaufgenommene Teilhabe am Alltag

Der Behandlungsfokus liegt auf nachhaltiger Veränderung und Rückfallprophylaxe, nicht auf kurzfristiger Symptomunterdrückung.

NÄCHSTE SCHRITTE

Wenn Angst Ihre Funktionsfähigkeit, Ihren Schlaf oder Ihr Sicherheitsgefühl beeinträchtigt, kann unser Aufnahmeteam vertraulich informieren und – auf Grundlage einer ersten Einschätzung – geeignete nächste Schritte erläutern.