In Kürze
  • Komplexe psychische Erkrankungen, traumaassoziierte Muster und substanzbezogene Störungen lassen sich in der Regel nicht einem einzelnen klinischen Bereich zuordnen.
  • Bei THE BALANCE erfolgt die Behandlung in einem multidisziplinären klinischen Modell, das Fachkompetenz zusammenführt und zugleich Verantwortlichkeit, Kontinuität und Aufsicht eindeutig regelt.
  • Ein multidisziplinäres Modell ermöglicht es, Komplexität unter klarer klinischer Verantwortung zu tragen.

Komplexe psychische Erkrankungen, traumaassoziierte Muster und substanzbezogene Störungen lassen sich in der Regel nicht einem einzelnen klinischen Bereich zuordnen.

Bei THE BALANCE erfolgt die Behandlung in einem multidisziplinären klinischen Modell, das Fachkompetenz zusammenführt und zugleich Verantwortlichkeit, Kontinuität und Aufsicht eindeutig regelt. Multidisziplinär bedeutet nicht nebeneinander. Es bedeutet abgestimmt und geführt.

WARUM EIN MULTIDISZIPLINÄRES MODELL ERFORDERLICH IST

Personen, die zu THE BALANCE kommen, zeigen häufig überlagerte Belastungen, unter anderem:

  • psychische Belastungssymptome
  • psychiatrische Komplexität
  • traumaassoziierte Muster
  • physiologische Dysregulation
  • relationale oder systemische Einflussfaktoren

Werden diese Ebenen isoliert behandelt, steigt das Risiko von Fragmentierung, widersprüchlichen Interventionen oder klinischer Eskalation. Ein multidisziplinäres Modell ermöglicht es, Komplexität unter klarer klinischer Verantwortung zu tragen.

STRUKTUR VOR ZUSAMMENARBEIT

Multidisziplinäre Versorgung ist bei THE BALANCE zunächst strukturiert und erst darauf aufbauend kollaborativ. Das umfasst:

  • definierte klinische Leitung
  • klar abgegrenzte Rollen und Zuständigkeiten
  • gemeinsam festgelegte Behandlungsziele
  • abgestimmte Sequenzierung der Interventionen
  • regelmäßige Überprüfung und erneute Ausrichtung

Zusammenarbeit erfolgt geplant und nachvollziehbar, nicht zufällig.

KLINISCHE LEITUNG & KOORDINATION

Die klinische Leitung stellt die Kohärenz zwischen den Disziplinen sicher. Sie gewährleistet insbesondere, dass:

  • die Diagnostik die Priorisierung leitet
  • Interventionen indikationsgerecht und in geeigneter Reihenfolge erfolgen
  • Risiken früh erkannt, bewertet und gesteuert werden
  • die Behandlung an den übergeordneten Zielen ausgerichtet bleibt

Leitung ersetzt keine Expertise; sie integriert sie in eine verantwortliche Gesamtführung.

DISZIPLINEN IM MODELL

Abhängig von Bedarf und klinischer Indikation können im multidisziplinären Modell beteiligt sein:

  • Psychiatrie und ärztliche Versorgung
  • Psychologie und Psychotherapie
  • traumafokussierte therapeutische Verfahren
  • somatische Ansätze und Arbeit am Nervensystem
  • ernährungsbezogene und physiologische Unterstützung
  • komplementäre therapeutische Disziplinen, sofern klinisch angezeigt

Die Einbindung erfolgt nach Indikation und Risikoabwägung, nicht nach Verfügbarkeit.

KOMMUNIKATION & ÜBERPRÜFUNG

Kontinuierliche, strukturierte Kommunikation ist zentral für multidisziplinäre Versorgung. Dazu gehören:

  • strukturierte Fallbesprechungen
  • gemeinsame, nachvollziehbare Dokumentation
  • laufende Re-Evaluation von Befund, Risiko und Verlauf
  • Anpassung des Behandlungsplans bei veränderter klinischer Einschätzung

Informationsweitergabe erfolgt zweckgebunden, unter Beachtung von Vertraulichkeit und Einwilligung.

VERMEIDUNG VON FRAGMENTIERUNG

Ein zentrales Ziel des multidisziplinären Modells ist die Vermeidung von Fragmentierung. Dies wird erreicht durch:

  • zentrale Koordination der Behandlung
  • Klarheit über therapeutischen Fokus und Prioritäten
  • Vermeidung konkurrierender Erklärungsmodelle oder Vorgehensweisen
  • Aufmerksamkeit für Taktung, Belastbarkeit und Integration

Die betroffene Person soll widersprüchliche Impulse nicht eigenständig ausgleichen müssen.

ETHISCHE & PROFESSIONELLE GRENZEN

Multidisziplinäre Behandlung erfolgt innerhalb klarer ethischer und professioneller Grenzen. Dazu zählen:

  • Achtung des jeweiligen Kompetenz- und Tätigkeitsbereichs
  • Vermeidung von Rollenunklarheit
  • eindeutige Verantwortungszuordnung
  • Einhaltung von Governance- und Qualitätsstandards

Diese Grenzen schützen die betroffene Person und die Integrität der Versorgung.

BEZUG ZUR LANGFRISTIGEN VERSORGUNG

Ein multidisziplinäres Modell unterstützt Kontinuität auch über stationäre oder intensive Phasen hinaus. Die Behandlungsplanung berücksichtigt:

  • Übergänge zwischen Versorgungsstufen
  • Einbindung externer Fachpersonen, sofern angezeigt
  • langfristige Integration statt episodischer Intervention

Ziel ist Kohärenz über die Zeit, nicht isolierte Intensität.

HINWEIS ZUR VERANTWORTUNG

Multidisziplinäre Versorgung verwässert Verantwortung nicht; sie bündelt sie. Bei THE BALANCE bleibt die Verantwortung für die Behandlung eindeutig zugeordnet, auch wenn Expertise geteilt und abgestimmt eingesetzt wird.