- Opiate – wozu auch das Heroin gehört – werden schon im alten Ägypten konsumiert.
- Heroin ist vor allem als gefährliches Suchtmittel bekannt, wird aber in der Medizin auch für die Narkose eingesetzt.
- Wer Heroin konsumiert muss jedoch wissen, dass eine missbräuchliche Nutzung zu einer Sucht und Schäden des Körpers nach sich zieht.
Opiate – wozu auch das Heroin gehört – werden schon im alten Ägypten konsumiert. Heroin ist vor allem als gefährliches Suchtmittel bekannt, wird aber in der Medizin auch für die Narkose eingesetzt. Wer Heroin konsumiert muss jedoch wissen, dass eine missbräuchliche Nutzung zu einer Sucht und Schäden des Körpers nach sich zieht. Patienten, die unter einer Heroinsucht leiden, versuchen immer wieder, von der Sucht loszukommen. Vielen gelangt es trotz eines starken Willens nicht, einen Entzug des Suchtmittels durchzuführen. Selbst, wenn sie die den Entzug geschafft haben, kommt es immer wieder zu einem Rückfall. Insgesamt leiden die Patienten jedoch stark und haben Probleme, in das normale Leben zurück zu finden.
Das Opioid Heroin macht bereits nach kurzer Zeit stark abhängig und sollte daher mit absoluter Vorsicht konsumiert werden. Das Mittel wird Diamorphin genannt und wurde aus dem Schlafmohn gewonnen. Auch wenn Heroin durch die Beteiligung des Mohns als halbsynthetisch zu werten ist. Der Stoff wird vorrangig zur Bekämpfung von Schmerzen eingesetzt. Heroin ist eine schmerzstillende Droge, die vom deutschen Pharma-Giganten Bayer auf den Markt gebracht wird. Im Rückblick wurden die negativen, süchtig machenden Effekte von Heroin allerdings weit unterschätzt. Die Folgen einer Abhängigkeit von Heroin zeigen sich teils massive gesundheitliche Probleme und das Entstehen einer sozialen Isolation. Wer von der Heroinsucht loskommen möchte, muss einen Entzug durchführen. Speziell bei der Nutzung von Heroin – das den Körper sehr belastet – fällt diese Art des Entzug schwer und schädigt den Körper und die Seele.
Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, aus der Sucht herauszukommen und wieder zurück in den normalen Alltag zurückzufinden. Für den garantierten Erfolg der Therapie sollten diese folgenden Maßnahmen ergriffen werden:
- Körperlicher Entzug von der Droge Heroin: der körperliche Entzug von Heroin ist für den Organismus des Süchtigen sehr belastend und schwer durchzuführen.
- Psychische und soziale Probleme bearbeiten: Ist die Droge Heroin aus dem Körper entzogen worden, muss sich eine Psychotherapie anschließen. Die Therapie ist individuell aufgebaut.
Die Bekämpfung der Sucht kann bis zu mehreren Jahren dauern, doch wer dennoch Hilfe braucht, kann sich entweder an Selbsthilfegruppen oder an die eigene Familie wenden, die den Süchtigen bei dem Entzug wesentlich unterstützt.
Von 100.000 Menschen in Deutschland sind heutzutage 270 Menschen heroinsüchtig. Heroin gilt als eine der gefährliche Drogen, die es auf der Welt gibt, da die Süchtigen in ein schwieriges Lebensumfeld – beispielsweise die Drogenszene – abrutscht und keine Perspektiven für das eigene Leben hat. Daher handelt es sich um ein wichtiges Thema des Gesellschaftslebens, von dem gerade junge Erwachsene betroffen sind.
Gesundheitlich betrachtet bewirkt die Einnahme von Heroin eine Veränderung des zentralen Nervensystems und es zeigt sich in den meisten Fällen eine übermäßige Euphorie, wobei dieses intensive Gefühl lediglich für einen kurzen Zeitraum wirkt. Um das Gefühl wieder aufzubauen, muss die Menge des konsumierten Stoffes noch weiter gesteigert werden. Dieses Craving – das für „starkes Verlangen“ steht – macht es möglich, dass sich die gewünschten Gefühle wieder einstellen.
Wenn eine Heroinsucht aufgetreten ist, leiden die Betroffenen unter mehreren Symptomen, wenn sie einen Entzug durchführen wollen. So geht es ihnen sowohl körperlich als auch psychische Wirkungen, die als Entzugserscheinung auftreten können. Insgesamt werden drei der folgenden Kriterien, die innerhalb von zwölf Monaten beim Heroinentzug auftreten:
- Zwang zur Einnahme
- Toleranz
- typisches Entzugssyndrom
- Kontrollverlust
- viel aufgewendete Zeit für Beschaffung, Zufuhr und Erholung
- Aufgabe von Aktivitäten
- fortgesetzter Konsum trotz Schaden wie Infektionen
Die Einnahme von Heroin kann durch Inhalation, durch Einatmung oder über eine Injektion erfolgen. Durch die Zuführung über die Nase werden lediglich kleine Mengen zugeführt, während die Einnahme über eine Injektion oder die Inhalation den Körper mit einer höheren erfolgt. Die höchste Gefahr bietet die Vergiftung über das Spritzen von Heroin.
Eine Alternative zur Behandlung der Heroinsucht sind die Gabe von anderen Medikamenten, im Falle von Heroin ist Methadon ein. Auf diesem Weg können die Patienten sich besser fühlen und lernen, besser mit ihrer Sucht umzugehen. Zudem verspüren sie weniger starke Entzugswirkungen, die bei der Einnahme von Heroin standardmäßig auftreten würden.
Unter dem „kalten Entzug“ von Heroin wird der Konsum des Mittels innerhalb einer kurzer Zeit – generell zwischen ein bis zwei Wochen – auf null reduziert. Egal, ob die Menschen den Stoff über die Nase einnehmen, ihn inhalieren oder per Injektion konsumieren, wird der Stoff bereits innerhalb weniger Tage ausgeschlichen – der „kalte Entzug“ von Heroin setzt ein. Dies bedeutet für die Patienten, dass auf sie eine Phase des Leidens und der Belastung auf sich zukommen, zumal der kalte Entzug für die Betroffenen den gesamten Organismus stark belasten.
Welche Symptome sich bei der Entgiftung über einen kalten Entzug zeigen, hängt immer individuell vom Patienten an. So müssten Vorerkrankungen berücksichtigt werden. Um den kalten Entzug an Heroin zu optimieren, können begleitende Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung, die fachgerechte Behandlung von einem Therapeuten und pflanzlichen Präparaten, die dabei helfen können, dass die aktiven Symptome des Entzugs abgemildert werden. Auch psychische Unterstützung zur Linderung der Entzugserscheinungen kann eingesetzt werden.
Die Dauer des Heroinentzug hängt beispielsweise von der Art des Entzugs ab. Bei einem kalten Entzug kann Heroin bereits in einem Zeitraum von 14 Tagen entzogen werden. Der warme Entzug – mit medizinischer Betreuung und medikamentösen Behandlung – dauert wesentlich länger, ist aber auch nicht so belastend für den Patienten.
Um die Heroinabhängigkeit in den Griff zu bekommen, ist eine Entzugstherapie ein harter, aber sinnvoller Weg. Er besteht aus einer Entgiftung, einer Entwöhnung sowie einer Adaptionsbehandlung und sollte durch eine ambulante Nachsorge fortgesetzt werden. Um clean zu werden, müssen die Erkrankten zunächst einmal die richtige Motivation aufbringen, um die wieder von der Sucht loszukommen. Die Phasen der einzelnen Therapiestufen dauern einen unterschiedlichen Zeitraum in Anspruch, daher ist es notwendig, die
- Phase I: die körperliche Entgiftung dauert rund 14 Tage
- Phase II: die Entwöhnung der psychischen Abhängigkeit dauert bis zu neun Monaten
- Phase III: die Adaptionsbehandlung dauert insgesamt 16 Wochen
Durch das Suchtgedächtnis kann eine Heroinsucht wie alle anderen stoffgebundenen Abhängigkeiten niemals vollständig geheilt werden. Ähnlich wie beim Alkohol würde beim Heroin beim erneuten Konsum zu einem Rückfall kommen. Zur dauerhaften Stabilisierung von Stresssituationen ist es daher notwendig, mit den Patienten eine ambulante Nachsorge durchzuführen. Zur Nachsorge gehört die Psychotherapie, die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe und eventuell zusätzliche weiterführenden Maßnahmen, um die Lebensqualität wieder zu steigern.
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