Pädophilie bezeichnet ein sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern. Für die klinische Diagnose einer pädophilen Störung müssen weitere Kriterien erfüllt sein. Sexuelles Interesse ist von sexuellem Kindesmissbrauch zu unterscheiden, der Handlungen mit oder ohne Körperkontakt umfassen kann; Kinder müssen stets vor Schaden geschützt werden.
Fachliche Unterstützung zielt darauf ab, sexuellem Kindesmissbrauch vorzubeugen, Menschen beim sicheren Umgang mit ihren sexuellen Interessen zu helfen und psychische Belastungen zu behandeln. Es wird dazu ermutigt, bereits vor jeglichem schädigenden Verhalten Hilfe zu suchen.
Pädophilie bezeichnet ein sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern. Die American Psychiatric Association veröffentlicht das diagnostische Handbuch DSM [1]. Dieses Interesse allein begründet keine pädophile Störung; die Diagnose erfordert eine Prüfung sämtlicher klinischer Kriterien. Ausschlaggebend für die Ausrichtung des Interesses ist der vorpubertäre Entwicklungsstand, nicht allein das kalendarische Alter.
Merkmale pädophilen Interesses und einer pädophilen Störung
Bei der Abklärung werden das sexuelle Interesse, seine Dauer sowie damit verbundene Belastungen und Verhaltensweisen berücksichtigt; diese Merkmale sind keine Checkliste, um jemanden als Täter zu identifizieren:
Alterspräferenz: Das Interesse richtet sich auf vorpubertäre Kinder. Es kann ausschließlich auf Kinder gerichtet sein oder mit einer Anziehung zu Erwachsenen einhergehen; ein Alter unter 13 Jahren ist kein Ersatzkriterium für den vorpubertären Entwicklungsstand.
Intensität und Dauer: Für eine DSM-Diagnose einer pädophilen Störung müssen wiederkehrende, intensive sexuelle Fantasien, Impulse oder Verhaltensweisen mindestens sechs Monate lang bestehen; die Dauer allein begründet die Störung nicht.
Verhalten und Gedanken: Bei der Abklärung werden Fantasien, Impulse und Verhalten getrennt erfragt. Sexuelle Berührungen von Kindern und die Nutzung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs sind schädigende Verhaltensweisen, keine unvermeidlichen Folgen dieses Interesses.
Leidensdruck und Beeinträchtigung: Die Person kann aufgrund ihrer sexuellen Interessen unter ausgeprägtem Leidensdruck stehen, oder diese Interessen können ihre Fähigkeit beeinträchtigen, zu arbeiten, mit anderen Menschen umzugehen oder sich in anderen wichtigen Lebensbereichen zu betätigen.
Hürden bei der Hilfesuche: Die Angst vor Stigmatisierung kann es erschweren, Hilfe zu suchen. Sexuelles Interesse allein belegt weder Täuschung noch Straffälligkeit; Präventionsangebote können Menschen dabei helfen, geeignete Unterstützung zu finden und Schritte zum Schutz von Kindern zu unternehmen [12].
Ist Pädophilie eine psychische Erkrankung?
Sexuelles Interesse und eine diagnostizierbare pädophile Störung sollten durch eine fachliche Abklärung voneinander unterschieden werden. Eine pädophile Störung setzt voraus, dass sämtliche nachstehend zusammengefassten klinischen Kriterien erfüllt sind. Dazu gehören das Ausleben entsprechender Impulse oder ausgeprägter Leidensdruck oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten sowie die Beurteilung von Dauer und Alter. Eine körperliche Verletzung ist für die Diagnose nicht erforderlich, und aus der Diagnose lässt sich nicht ableiten, ob Missbrauch stattgefunden hat.
Im DSM-5 zählt die pädophile Störung zu den paraphilen Störungen. Nicht alle Menschen mit diesem sexuellen Interesse missbrauchen Kinder, und nicht alle Menschen, die ein Kind sexuell missbrauchen, erfüllen die diagnostischen Kriterien.
Zu den diagnostischen Kriterien gehören:
Wiederkehrende und intensive sexuelle Erregung: Kennzeichnend sind wiederkehrende, intensive sexuell erregende Fantasien, Impulse oder Verhaltensweisen, die sexuelle Aktivitäten mit einem vorpubertären Kind betreffen.
Leidensdruck oder Beeinträchtigung: Die Person hat diese Impulse ausgelebt, oder die Impulse beziehungsweise Fantasien verursachen ausgeprägten Leidensdruck oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten; hat die Person die Impulse ausgelebt, ist Leidensdruck keine Voraussetzung.
Alter und Dauer: Die Person ist mindestens 16 Jahre alt und mindestens fünf Jahre älter als das Kind; die wiederkehrenden intensiven Fantasien, Impulse oder Verhaltensweisen bestehen seit mindestens sechs Monaten. Eine klinische Fachperson prüft sämtliche Kriterien sowie relevante Ausnahmen bei Jugendlichen; diagnostische Kriterien bestimmen nicht, was rechtlich zulässig ist.
Die Häufigkeit pädophilen Interesses und pädophiler Störungen in der Bevölkerung ist ungewiss. Schätzungen hängen von der Stichprobenauswahl, der Bereitschaft zur Offenlegung und davon ab, ob eine Studie Fantasien, Anziehung, Präferenzen, Verhalten oder eine klinische Diagnose erfasst; diese Messgrößen sind nicht austauschbar [2].
Ist Pädophilie bei Männern oder Frauen häufiger?
Die Forschung hat sich überwiegend auf Männer konzentriert. Auch Frauen berichten von sexuellem Interesse an Kindern, doch bevölkerungsbezogene Daten zu klinisch diagnostizierten pädophilen Störungen bei Frauen sind begrenzt. Erkenntnisse zu sexuellen Interessen dürfen nicht als Häufigkeitsangaben diagnostizierter Störungen verstanden werden [2].
Bevölkerungsbezogene Forschung zu sexuellen Interessen umfasst sowohl Männer als auch Frauen [2]. Berichte über sexuellen Kindesmissbrauch belegen nicht, ob die tatverantwortliche Person die diagnostischen Kriterien einer pädophilen Störung erfüllt. Das Fehlen dieser Diagnose bedeutet nicht, dass der Missbrauch ein Einzelfall war oder sich nicht wiederholen kann.
In welchem Alter beginnt Pädophilie?
Manche Menschen berichten, ihr sexuelles Interesse bereits vor dem Erwachsenenalter erkannt zu haben. Rückblickende Berichte belegen kein für alle Menschen genau bestimmbares Beginnalter, und das Entstehen eines Interesses ist vom Erfüllen der Kriterien einer Störung zu unterscheiden.
Nimmt Pädophilie zu?
Die hier angeführten wissenschaftlichen Belege lassen nicht erkennen, ob die Häufigkeit in der Bevölkerung zunimmt, abnimmt oder stabil bleibt. Unterschiede zwischen Befragungen können auf deren Stichproben, Definitionen und Methoden zurückgehen, statt eine tatsächliche Veränderung im Zeitverlauf widerzuspiegeln.
In einigen früheren Untersuchungen wurden Daten entweder bei Menschen erhoben, die sexuellen Kindesmissbrauch erlebt hatten, oder bei verurteilten Tätern. Solche gezielt ausgewählten Gruppen bilden mitunter nicht die gesamte Bevölkerung ab, weshalb frühere Ergebnisse dadurch beeinflusst worden sein können.
Online-Belästigung, unerwünschte sexuelle Kontaktanbahnung und die Nutzung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs sind unterschiedliche Problembereiche. Ihr Auftreten belegt für sich genommen weder eine Diagnose bei der tatverantwortlichen Person noch einen Trend hinsichtlich pädophilen Interesses.
Eine 2007 veröffentlichte Studie untersuchte Internetbelästigung und unerwünschte sexuelle Kontaktanbahnung in einer landesweiten US-amerikanischen Befragung von 1.588 internetnutzenden jungen Menschen im Alter von 10–15 Jahren. Sie untersuchte nicht die Häufigkeit von Pädophilie [3].
Die Ursachen pädophilen Interesses sind nicht geklärt. Die Forschung untersucht biologische, entwicklungsbezogene und umweltbedingte Faktoren; ein Zusammenhang belegt jedoch nicht, dass ein Faktor das Interesse verursacht hat [4, 15].
Warum sind Menschen pädophil?
Es gibt keine nachgewiesene Kombination erblicher Merkmale und Lebenserfahrungen, die erklärt, warum eine bestimmte Person dieses Interesse entwickelt. Erklärungsansätze müssen zudem zwischen sexuellem Interesse und Faktoren unterscheiden, die mit schädigendem Verhalten zusammenhängen.
Missbrauchserfahrungen in der Kindheit oder der Kontakt mit sexuellen Inhalten dürfen nicht als nachgewiesener Entstehungsweg pädophilen Interesses dargestellt werden.
Genetische und biologische Faktoren
Genetische und die neurologische Entwicklung betreffende Erklärungsansätze bleiben Forschungshypothesen; sie belegen keine vorhersagbare erbliche Ursache bei einer einzelnen Person.
Untersuchungen zu Kindheitserfahrungen haben Zusammenhänge mit sexuellem Interesse an Kindern gefunden, doch Beobachtungsbefunde können keine Kausalität belegen [4].
Einige bildgebende Studien des Gehirns berichten über Gruppenunterschiede; diese belegen jedoch weder die Ursache noch die Diagnose bei einer einzelnen Person. Die Befunde können zudem je nach Vorgeschichte sexueller Straftaten, klinischer Auswahl und weiteren Merkmalen unterschiedlich ausfallen [15].
Hormonelle und neurochemische Einflüsse
Dass Medikamente den Sexualtrieb beeinflussen können, belegt nicht, dass ein hormonelles Ungleichgewicht die Ausrichtung des sexuellen Interesses einer Person verursacht hat [5].
Serotonin und Dopamin sind Neurotransmitter. Ihre Funktionen für Stimmung, Motivation und Sexualverhalten belegen nicht, dass Abweichungen im Neurotransmittersystem eine Ursache pädophilen Interesses sind.
Psychologische Faktoren
Pädophiles Interesse und Sexualstraftaten an Kindern müssen getrennt beurteilt werden. Einige Studien finden Zusammenhänge mit sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Sie belegen jedoch weder, dass der Missbrauch das Interesse verursacht hat, noch, dass die meisten Menschen mit diesem Interesse Missbrauch erlebt haben [4].
Depressionen, Ängste und andere psychische Schwierigkeiten können gleichzeitig bestehen und sollten abgeklärt und behandelt werden. Befunde aus ausgewählten klinischen Stichproben dürfen weder auf alle Menschen mit pädophilem Interesse verallgemeinert noch als Beleg für dessen Ursache betrachtet werden [15].
Entwicklungsbezogene und umweltbedingte Einflüsse
Frühe Beziehungen und Lebenserfahrungen können für die Behandlung einer Person relevant sein; Bindungsschwierigkeiten sind jedoch keine gesicherte Erklärung für die Entwicklung pädophilen Interesses.
Der Kontakt mit sexuellen Inhalten, familiäre Grenzen, Beziehungen zu Gleichaltrigen und soziale Unterstützung dürfen nicht als nachgewiesene Ursachen dieses Interesses dargestellt werden. Die aktuellen Lebensumstände können dennoch bei der Planung von Unterstützung und dem Schutz von Kindern berücksichtigt werden.
Eine spezialisierte Behandlung kann psychologische Behandlung, gegebenenfalls Medikamente und praktische Unterstützung verbinden. Zu den Zielen gehören der Umgang mit Leidensdruck und einer gedanklichen Vereinnahmung durch sexuelle Inhalte, die Unterstützung sicheren Verhaltens und der Schutz von Kindern; eine Behandlung sollte nicht so dargestellt werden, als könne sie das zugrunde liegende Interesse zuverlässig beseitigen [5, 6, 13].
Therapeutische Maßnahmen
Die psychologische Behandlung kann eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) umfassen. Auf KVT basierende Arbeit kann sich mit Gedanken, Bewältigungsfähigkeiten und Situationen befassen, die mit schädigendem Verhalten verbunden sind. Eine randomisierte Studie fand bei einem internetgestützten KVT-Programm einen geringen Rückgang des selbstberichteten Betrachtens von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs; dieses Ergebnis belegt nicht, dass alle KVT-Programme Missbrauch verhindern oder die zugrunde liegende Anziehung verändern [6]. Die verlinkte Seite beschreibt KVT allgemein.
Spezialisierte Dienste können gegebenenfalls Gruppenangebote machen. Eignung, Ziele und Schutzvorkehrungen müssen geprüft werden; ein Nutzen darf nicht für jede Person oder Gruppe vorausgesetzt werden.
Motivierende Gesprächsführung ist ein partnerschaftlicher Kommunikationsansatz, um Ambivalenz und die Motivation für Verhaltensänderungen zu erkunden. Die verlinkte Seite erläutert die allgemeine Methode; sie belegt keine spezifische Wirksamkeit bei Pädophilie. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit entbindet die behandelnde Fachperson nicht von ihrer Verantwortung, Kinder zu schützen.
Medikamente
Eine spezialisierte ärztliche Fachperson kann Medikamente bei gedanklicher Vereinnahmung durch sexuelle Inhalte, Leidensdruck oder Risiken in Betracht ziehen, begleitend zu psychologischer Behandlung und Schutzmaßnahmen. Die hier zitierten pharmakologischen Empfehlungen betreffen überwiegend erwachsene Männer; bei Jugendlichen ist eine gesonderte fachliche Beurteilung der Entwicklung und der Behandlungsrisiken erforderlich. Die Auswahl setzt eine individuelle Beurteilung, eine informierte Einwilligung und die Besprechung von Nutzen, Alternativen, bedeutsamen Nebenwirkungen und dem örtlich geltenden Verordnungsstatus voraus. Eine testosteronsenkende Behandlung erfordert vor Beginn und im weiteren Verlauf Kontrollen von Stimmung, Sexualfunktion, Knochengesundheit und relevanten Blutwerten; sie garantiert nicht, dass Missbrauch verhindert wird [5, 14].
Antiandrogene: Diese Medikamente vermindern die Androgenwirkung und können auch den Testosteronspiegel senken; das Ansprechen ist jedoch unterschiedlich. Die Risiken hängen vom jeweiligen Wirkstoff ab. Cyproteronacetat kann Leberschäden verursachen und ist mit Meningeomen assoziiert, wobei das Risiko mit der kumulativen Exposition steigt. Nach den Empfehlungen der britischen MHRA ist Cyproteron bei Menschen mit einem bestehenden oder früheren Meningeom kontraindiziert. Seine Anwendung zur Libidokontrolle bei erwachsenen Männern mit schwerer Hypersexualität oder Paraphilien ist auf Situationen beschränkt, in denen andere Interventionen ungeeignet sind. Eine fachärztliche Auswahl und Überwachung sind unerlässlich [9, 14].
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Diese Antidepressiva können bei gleichzeitig bestehenden Depressionen oder Ängsten und in ausgewählten Fällen bei aufdringlichen sexuellen Gedanken oder Zwangssymptomen erwogen werden. Die Evidenz zur Behandlung pädophiler Störungen ist begrenzt, die Wirkungen variieren, und die Anwendung bei sexuellen Symptomen kann je nach Medikament und Rechtsraum außerhalb der Zulassung erfolgen [5, 14].
Gonadotropin-Releasing-Hormon-(GnRH-)Analoga: Diese Medikamente unterdrücken die Testosteronproduktion und können den Sexualtrieb vermindern. Ihre Auswahl hängt von den beurteilten Symptomen, dem Risiko, der medizinischen Eignung und den Präferenzen der behandelten Person ab, nicht lediglich vom Versagen anderer Behandlungen. Zu den wichtigen Risiken zählen eine verringerte Knochendichte, sexuelle Funktionsstörungen und Stimmungsschwankungen. GnRH-Agonisten können den Testosteronspiegel zunächst erhöhen, weshalb der Behandlungsbeginn einen fachärztlichen Plan erfordert [5, 14].
Ergänzende Therapieansätze
Ergänzende Strategien können die Bewältigung und Sicherheit unterstützen, sollten jedoch weder die spezialisierte Abklärung noch Schutzmaßnahmen ersetzen.
Techniken zur Verhaltenssteuerung: Zu diesen Techniken gehören das Setzen von Zielen, die Orientierung geben, sowie Regeln zur Steuerung des Verhaltens. Beispielsweise kann Menschen geraten werden, Situationen zu meiden, in denen sie in engen Kontakt mit Kindern kommen könnten, und im Rahmen eines individuellen Plans zum Schutz von Kindern sichere Alltagsaktivitäten zu planen; Beschäftigung allein stellt nicht sicher, dass Missbrauch verhindert wird.
Achtsamkeits- und Entspannungstechniken: Achtsamkeit, Meditation oder Atemübungen können als Bewältigungsstrategien einbezogen werden. Auf sie sollte man sich jedoch weder zur Verhinderung schädigenden Verhaltens noch als Ersatz für einen Plan zum Schutz von Kindern verlassen; ihr spezifischer Nutzen bei pädophilen Störungen ist durch die hier zitierte Evidenz nicht belegt.
Unterstützungsnetzwerke: Vertrauenswürdige Erwachsene oder angemessen moderierte spezialisierte Gruppen können praktische und emotionale Unterstützung bieten. Diese Unterstützung sollte den vereinbarten Sicherheitsplan stärken, nicht die Beseitigung des sexuellen Interesses versprechen oder professionelle Behandlung ersetzen.
Langfristiger Umgang
Menschen, die eine Behandlung suchen, sollten individuell abgestimmte spezialisierte Behandlung und Unterstützung erhalten; ein Behandlungsbedarf bedeutet nicht, dass die Person eine Straftat begangen hat. Die Häufigkeit der Therapie sowie eine etwaige Medikation oder Gruppenunterstützung richten sich nach der individuellen Beurteilung und dem Schutzbedarf. Ein Sicherheitsplan sollte Kinder schützen und festlegen, wie dringend benötigte Hilfe eingeholt werden kann, wenn die Kontrolle über das Verhalten gefährdet ist.
Rechtliche und ethische Aspekte
Auch rechtliche und ethische Fragen sind beim Umgang mit Pädophilie relevant. Therapeutische und andere medizinische Fachpersonen stehen bei der Behandlung dieser Menschen vor einem Spannungsfeld: Die Rechte der behandelten Person müssen geachtet und gleichzeitig potenzielle Opfer geschützt werden. Meldepflichten und Grenzen der Vertraulichkeit hängen vom Rechtsraum und den Umständen ab. Bitten Sie den jeweiligen Dienst, Ihnen diese zu erläutern, bevor Sie identifizierende Angaben machen. Wenn ein Kind unmittelbar gefährdet ist, wenden Sie sich an die örtlichen Notfalldienste oder Kinderschutzstellen und vermeiden Sie es, mit dem Kind allein zu sein.
Soziale Wiedereingliederung
Unterstützung bei Beziehungen, Arbeit, Bildung und sicheren Alltagsaktivitäten kann je nach individuellem Bedarf in Betracht gezogen werden. Ein pädophiles Interesse bedeutet für sich genommen nicht, dass jemand straffällig geworden ist oder nach einer Straftat Wiedereingliederung benötigt. Jeder Unterstützungsplan muss angemessene Grenzen wahren und Kinder schützen.


