- Der „Gemeine Baldrian“ (botanisch Valeriana officinalis) ist eine Pflanze, die zur Behandlung von Schlafstörungen, inneren Spannungen und Nervosität eingesetzt wird.
- Seine Heilkraft entstehen durch die Rhizome – die Erdsprossen – und Wurzeln des Baldrians, aus denen ein heilendes, ätherisches Öl gewonnen wird.
- Der rosa blühende „Gemeine Baldrian“ (botanisch Valeriana officinalis) wächst in Deutschland an den Wegrändern im Wald, aber auch an Flussufern oder in Parkanlagen.
Der „Gemeine Baldrian“ (botanisch Valeriana officinalis) ist eine Pflanze, die zur Behandlung von Schlafstörungen, inneren Spannungen und Nervosität eingesetzt wird. Auch gegen Stresssymptome, Konzentrationsschwächen und Reizbarkeit hilft es. Seine Heilkraft entstehen durch die Rhizome – die Erdsprossen – und Wurzeln des Baldrians, aus denen ein heilendes, ätherisches Öl gewonnen wird.
Der rosa blühende „Gemeine Baldrian“ (botanisch Valeriana officinalis) wächst in Deutschland an den Wegrändern im Wald, aber auch an Flussufern oder in Parkanlagen. Doch auch in afrikanischen, asiatischen und amerikanischen Ländern kann die Pflanze gedeihen. Dabei gibt es nicht nur eine einzige Art an Baldrian – über den Globus verteilt existieren insgesamt 250 verschiedene Unterarten. Bereits 500 vor Christus haben die Ärzte Hippokrates und Dioskurides die Wirkung des Baldrian erkannt. Es kann als Tee, Tabletten, Tropfen und Saft eingenommen werden.
Die ätherischen Öle des Baldrians aus der Wurzel der Pflanze wirkt beruhigend, entspannend und fördert auf natürliche Weise den Schlaf. Er hilft zusätzlich, den Blutdruck zu senken. Konsumenten sollten jedoch beachten, dass die schlaffördernde Wirkung erst nach einer Einnahme von mindestens 14 Tagen eintritt. Sie baut sich dosisunabhängig erst langsam auf. Wer Baldrian zu sich nimmt, braucht keine Tagesmüdigkeit zu befürchten, wie sie bei chemischen Substanzen auftreten würde. Zudem entstehen durch die Einnahme von Baldrian keine Abhängigkeitserscheinungen.
Doxepin-Abhängigkeit und Nebenwirkungen
Bis heute gilt die Wirksamkeit des Baldrian aus medizinischer Sicht als nicht anerkannt. Auch wenn Baldrian noch bei anderen organ bedingten Störungen eingesetzt wird, ist gerade die Langzeitwirkung noch nicht ausreichend erforscht. Der Hauptinhaltsstoff von Baldrian-Öl ist Bornylacetat und seinen chemischen Molekülen. Die enthaltenen Stoffe docken an die GABA-Rezeptoren im Gehirn an und bilden eine Wechselwirkung in den Nervenzellen. Das Baldrian hilft bei der Linderung verschiedener Leiden, die in vielen Fällen auch psychosomatischen Ursprungs sind.
Aufgrund der geringen Suchtgefährdung ist Baldrian auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Doch trotzdem gibt es beim Konsum von Baldrian unschöne Nebenwirkungen, die – bei richtiger Einnahme – durch die pflanzliche und ungiftige Herkunft überschaubar sind. Als pflanzliches Medikament sind die folgenden Nebenwirkungen zu erwarten, treten aber selten auf:
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Juckreiz
- Durchfälle und Übelkeit
- Bauchkrämpfe
- Achtung: Autofahren vermeiden
- Nierenprobleme
- Zittrige Hände
Eine Verstärkung von eingenommenen Schlaf- und Beruhigungsmitteln entstehen, weswegen Nutzer auf eine kombinierte Anwendung verzichten sollten. Es kann jedoch auch zu Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten führen, sodass Baldrian lediglich in Reinform eingenommen werden sollten – ohne die Einnahme anderer Medikamente. Baldrian sollte höchstens für sechs Wochen eingenommen werden.
Bei einer Überdosierung von Baldrian ist grundsätzlich nicht mit heftigen Störungen zu rechnen. Wirklich problematisch ist eine allergische Reaktion auf Baldrian, wodurch es zu massiven Symptomen kommen kann. Treten solche, typischen Zeichen einer Allergie auf, wie etwa Pusteln am Körper oder Atemnot, sollten dringend ein Arzt hinzugezogen werden. Auch Schwangere und werdende Mütter sollten jedoch auf die Einnahme verzichten.
Nebenwirkungen von Baldrian auf die Leber
Menschen, die regelmäßig hohe Dosen an Baldrian in Form von Tees oder Kapseln zu sich nehmen schädigen ihre Leber. Studien haben gezeigt, dass es bei extremen Einnahmemengen zu irreparablen Leberschäden kommen kann. Mehrere medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Werte des ALT – der Alanin-Transaminase – bei der Einnahme großer Mengen über einen längeren Zeitraum um das Fünffache gegenüber den Normwerten lagen. Studien zufolge, die das nicht-abhängig machende Baldrian genauer untersuchten stellte fest, dass es zu einer Häufung von Hepatitis – einer Leberentzündung – kommen kann.
Als pflanzliches Beruhigungsmittel macht Baldrian nicht süchtig. Dennoch sollte die Anwendung mit angemessener Vorsicht verbunden sein, da sich keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ergeben können. Gleichzeitig sollte bedacht werden, dass es bis heute keinerlei Langzeitstudien über die Wirkung von Baldrian gibt. Daher sollten Patienten den Wirkstoff lediglich über einen kürzeren Zeitraum einnehmen. Gefährdete Gruppen – wie Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende – sollten ganz auf die Einnahme von Baldrian verzichten.
Bis heute wird Baldrian als der Pflanzenstoff angesehen, der einen positiven Einfluss auf den Schlaf hat und entspannt. Baldrian ist zwar rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, doch die Wirkung ist bis heute noch nicht eindeutig erklärt und sollte nur vorübergehend eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Baldrian nicht süchtig macht. Allerdings sollten sich diejenigen, die unter Schlafstörungen leiden, genau beobachten. Es konnte bisher nicht eindeutig belegt werden, dass Baldrian tatsächlich schlaffördernd wirkt.
Welche Nebenwirkungen hat Olanzapin?
Anders als die chemischen Schlafmittel, die noch ein gehöriges Suchtpotential haben, wirkt Baldrian sanft und macht die Konsumenten nicht abhängig. Daher macht es für Patienten, die gegen Schlafstörungen und Entspannungsproblemen kämpfen, keinen Sinn, die Einnahme des Wirkstoffs immer weiter zu steigern. Dadurch fällt auch der gefährliche Toleranzeffekt weg, der klar auf das Bestehen einer Sucht hinweist. Die Betroffenen sollten sich genau beobachten und wissen, dass Baldrian jeden Tag von Neuem wirkt.
Grundsätzlich bedeutet die Einnahme von Baldrian, dass selbst bei einer höheren Dosierung keinerlei Lebensgefahr für die Konsumenten besteht. Dennoch kann eine Überdosierung zu ganz unterschiedlichen, negativen Folgewirkungen führen. Diese Nebenwirkungen sind zu erwarten:
- Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
- Durch einsetzende Schläfrigkeit nach Einnahme kein Auto fahren
In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass die Wirkung von Baldrian immer erst nach zwei Wochen einsetzt. Daher nehmen die Konsumenten oftmals mehr ein, als es eigentlich notwendig und von ärztlicher Seite empfohlen wäre.
Als pflanzliches Schlaf- und Beruhigungsmittel, das rezeptfrei in einer Apotheke bezogen werden kann, wirkt es nicht suchtgefährdend. Dennoch sollte eine Einnahme von Baldrian mit Alkohol vermieden werden, da die Wirkung verstärkt wird. Allerdings können Wechselwirkungen auftreten. Daher ist es wichtig, zu verstehen, dass das pflanzliche, auf normaler Dosis konsumierte Baldrian sich unter Alkohol negativ auf den menschlichen Organismus wirkt.
Alkohol kann schläfrig machen, genauso wie Baldrian. Hier steht die eingenommene Dosis eine Rolle, obwohl manche Untersuchungen gezeigt haben, dass die Einnahme von Baldrian und Alkohol zusammen die Schläfrigkeit nicht erhöht. Der Konsum von Alkohol in Verbindung mit Baldrian kann zusätzlich dafür sorgen, dass die Reaktionsmöglichkeiten beeinflusst werden. Mediziner sind der Überzeugung, dass Alkohol nicht in Verbindung mit Alkohol eingenommen werden sollte.
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