- Depressionen sind eine sehr ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sich jedoch sehr gut behandeln lässt.
- Leider werden im Sprachgebrauch Depressionen mit depressiven Verstimmungen gleichgesetzt.
- Depressive Verstimmungen können jeden treffen, sich jedoch auch in eine handfeste Depression entwickeln.
Depressionen sind eine sehr ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sich jedoch sehr gut behandeln lässt. Leider werden im Sprachgebrauch Depressionen mit depressiven Verstimmungen gleichgesetzt. Depressive Verstimmungen können jeden treffen, sich jedoch auch in eine handfeste Depression entwickeln. Allgemeine Symptome einer depressiven Verstimmung sind:
- Schlafprobleme
- Niedergeschlagenheit
- Antriebslosigkeit
- Unfähigkeit, Entscheidungen fällen zu können
- Ängste
Eine depressive Verstimmung verfliegt in der Regel relativ schnell wieder und Betroffenen fällt es leicht, innerhalb kurzer Zeit wieder zu lachen sowie Freude zu verspüren. Mit einer echten Depression sieht es jedoch anders aus. Depressive Phasen kehren innerhalb kurzer Zeit immer wieder oder dauern unter Umständen über einen längeren Zeitraum an. Die depressive Stimmung ist nur eine der Hauptsymptome, die von den folgenden Symptomen begleitet werden:
- Tiefe Traurigkeit
- Appetitlosigkeit
- Interessenverlust
- Fehlendes Freudegefühl
- Erschöpfung nach keinen Anstrengungen
- Konzentrationsschwäche
- geringes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
- Schuldgefühle
- pessimistische Zukunftsgedanken
- Gedanken über Selbstverletzung bis hin zu Suizidgedanken
- Gleichgültigkeitsgefühl und innere Leere
- erhöhter Konsum von Alkohol oder Drogen
- anhaltendes Grübeln
- Hoffnungslosigkeit
- Gefühl der Einsamkeit
- Rückzug aus dem sozialen Umfeld
- teilweise paradoxe Symptome von Reizbarkeit und Wut
- Kopfschmerzen oder auch Schmerzen in Nacken und Schultern
Ob Betroffene unter einer Depression leiden, kann nur ein Arzt diagnostizieren. Sofern depressive länger andauern und mindestens zwei der oben genannten Symptome zutreffen, könnte es sein, dass es sich um eine richtige Depression handelt. Inwiefern sich die Symptome im ‘Normalbereich’ eines Betroffenen bewegen, kann ebenfalls nur ein Arzt beurteilen. Beispielweise ist es vollkommen normal, nach dem Tod eines geliebten Menschen tiefe Trauer und innere Leere zu verspüren. Können Betroffene aus absoluter Antriebslosigkeit jedoch nicht mehr morgens aufstehen und ihrem Alltag folgen, ist dies ein Anzeichen sich festigender Depressionen.
Es gibt nicht nur eine Form der Depression, sondern direkt mehrere, die sich anhand ergänzender Symptome unterscheiden. Als Depressionen sind insgesamt fünf Arten eingestuft:
- Manische Depression
- Bipolare Störung
- Depressive Episode
- Rezidivierende depressive Störungen
- Affektive Störungen (anhaltend, andere oder nicht näher bezeichnete affektive Störungen)
Jede Form der Depression wird zudem in drei Kategorien eingeteilt:
- Leichte Depression
- Mittelgradige Depression
- Schwere Depression
Die Ursachen von Depressionen können sehr vielfältig sein. Zum einen sind Depressionen vererbbar. Falls ein Familienmitglied eines Betroffenen unter Depressionen litt, kann die Depression erblichen Ursprungs sein. Auf der rein körperlichen Ebene können sich Depressionen aufgrund Veränderungen im Körper bemerkbar machen, wie nach einem Schlaganfall oder auch aufgrund hormoneller Schwankungen. Darüber hinaus können Medikamente Depressionen als Nebenwirkung auslösen.
Wie man Depressionen erkennen kann
Schickssalsschläge und Traumata sind eine häufige Ursache von Depressionen. Ein Ereignis war so einschneidend im Leben der Betroffenen, dass sie keinerlei Freude mehr empfinden können – sich vielleicht sogar für das Ereignis schämen oder Schuldgefühle entwickeln. Als Beispiel können hier Gewalttaten, Missbrauch, Trennungen oder auch der Verlust des Arbeitsplatzes für ein extrem einschneidendes Erlebnis genannt werden.
Zu guter Letzt seien Stress und Angst sowie der Missbrauch von Alkohol und Drogen als Ursache für eine Depression genannt. Stress sowie Ängste können sehr überwältigend sein. Wenn der Betroffene nicht weiß, wie er damit umgehen kann, fühlt er sich schwach oder gar wertlos. Teilweise kann das Gefühl der Wertlosigkeit auch aufgrund der Entwicklung von Depressionen auftreten. Nicht mehr normal im Alltag ‘funktionieren’ zu können, gibt Betroffenen das Gefühl, wertlos zu sein. Ähnlich kann Alkohol- und Drogenmissbrauch zu Depressionen führen. Betroffene erleben während des Konsums ein Hoch, was selbstverständlich mit Abbau der Substanz nachlässt. Einige Drogen können bestimmte Gehirnregionen beeinflussen, die entweder unterdrückt oder überstimuliert werden, sodass Betroffene ohne die Substanz den Alltag nicht mehr bewältigen können.
Wann treten Depressionen auf?
Depressionen können im Grunde in jeder Altersphase des Lebens auftreten. Das Leben ist mit seinen Windungen und Überraschungen so individuell wie jeder Mensch selbst. Forschungen zufolge treten Depressionen allerdings gehäuft in jungen Jahren im Alter von 15 – 19 oder im späteren Semester im Alter von 75 – 84 auf.
Wie lange dauert ein Klinikaufenthalt Depression?
Die therapeutische Behandlung einer Depression kann von Patient zu Patient unterschiedlich lange dauern. Manche sind eher bereit, wieder nach Hause zurückzukehren und andere brauchen ein wenig länger. Im Durchschnitt verbringen in einer Klinik Depression junge Erwachsene zwölf Tage und ältere sieben Tage.
Leichte Depressionen lassen sich in der Regel sehr gut ambulant oder durch eine Therapie in einer Tagesklinik behandeln. Betroffene mögen vielleicht gewisse Probleme im Alltag haben, können jedoch noch halbwegs normal leben. Der Vorteil an einer ambulanten Klinik Depression ist, dass die Patienten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Das kann für Betroffene sehr vorteilhaft sein, wenn es aus beruflichen Gründen oder beispielsweise wegen Kindern und Haustieren nicht möglich ist, eine stationäre Klinik Depression aufzusuchen.
Im Fall einer mittelgradigen oder schweren Depression mit akuten Suizidgedanken ist eine psychosomatische Klinik Depression erfahrungsgemäß der bessere Weg. Bei einer stationären Klinik Depression steht jedoch noch die Entscheidung zwischen einer Privatklinik und für Kassenpatienten aus.
Unterschiede Privatklinik zu Klinik für Depressionen für Kassenpatienten
Privatkliniken haben den Vorteil, dass Betroffene innerhalb kurzer Zeit aufgenommen werden können. Während es zwar durchaus Wartezeiten auch bei Privatkliniken geben kann, sind sie normalerweise kürzer. Die Atmosphäre ist überaus angenehm gestaltet, sodass Patienten sich eher wie in einem Hotel aufgenommen fühlen. In einer Privatklinik für Depressionen werden Patienten von Depressionen zudem ganzheitlicher behandelt. Es werden dort nicht nur die hochaukuten Symptome therapiert, sondern wird aktiv auf eine Genesung hinausgearbeitet. Erst, wenn die Symptome insgesamt abgenommen und der Patient stabil genug ist, wird der Aufenthalt beendet.
Hochfunktionale Depression, was tun?
Kliniken für Kassenpatienten arbeiten anders als Privatkliniken. Zum einen sind die Wartezeiten häufig sehr lang und zum anderen werden dort beinahe nur die hochakuten Symptome behandelt. Der Patient ist zwar relativ schnell wieder daheim, doch benötigt er eine ambulante Anschlusstherapie. Bekanntlich sind die Wartezeiten für ambulante Therapien ebenfalls sehr lang. Mit mindestens einem halben Jahr bis hin zu einem Jahr oder gar länger muss unter Umständen gerechnet werden. Lange Wartezeiten zwischen den Behandlungen sind für Patienten sehr unvorteilhaft. In der Zwischenzeit können sich die erneut Symptome verschlimmern, da die professionelle Unterstützung der Therapeuten fehlt. Dafür können Patienten eventuell für einen kurzen Zeitraum erneut in einen stationären Aufenthalt zur Behandlung ihrer Depressionen.
Es gibt in Deutschland sehr viele Kliniken, in denen Depressionen behandelt werden. Sämtliche aufzuzählen, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Die besten Kliniken für Depressionen für Kassenpatienten lassen sich meistens daran erkennen, wie viele Patienten die Klinik bereits behandelt hat. Innerhalb der letzten Jahre sind Depressionen in allen Altersschichten wieder auf dem Vormarsch, nachdem die Anzahl der Patienten bis 2020 im Vergleich zum Anfang des Jahrhunderts deutlich zurückgegangen war.
Zu den besten Kliniken für Kassenpatienten gehören unter andrem:
- LVR Klinik Bonn
Die LVR Klinik Bonn besteht bereits seit dem Jahr 1873 und bietet sowohl Erwachsenen als auch jungen Erwachsenen und Kindern psychologische sowie psychiatrische Behandlungskonzepte. Ihr breites Angebot umfasst die stationäre Klinik Depression, eine Tagesklinik und eine ambulante Therapie.
In einer Schön Klink werden Depressionen diversen Bewertungen und Auszeichnungen zufolge vorbildlich behandelt. An den folgenden Standorten nehmen Schön Kliniken Kassenpatienten auf:
- Schön Kliniken
- Schön Klinik Bad Arolsen (auch Behandlung von jungen Erwachsenen)
- Schön Klinik Bad Bramstedt (auch Behandlung von jungen Erwachsenen)
- Schön Klinik Bad Staffelstein
- Schön Klinik Berchtesgardener Land
- Schön Klinik Depressionen Hamburg-Eilbek
- Schön Klinik Roseneck
Ergänzend zu seinen stationären Klinikangeboten bieten die Schön Kliniken über Minddoc auch eine Online-Therapie an.
Die richtige Depression Klinik für Betroffene findet sich zumeist mehr unter den Gesichtspunkten individueller Bedürfnisse.
Die Therapien in einer Klinik gestalten sich mit diversen Therapieangeboten als leichte Tagesstruktur, sodass Patienten wieder einen gewissen Rhythmus finden. Hier können Patienten ebenfalls neue Einblicke gewinnen und sich für Neues öffnen. Patienten erhalten eine Art Stundenplan, unter denen sich Malkurse, Yoga, Tai Chi, Körbeflechten, Sporteinheiten und weitere Angebote befinden können. Selbstverständlich werden sie mit therapeutischen Einzelgesprächen abgerundet und zwischen jedem Angebot erhalten die Patienten eine Pause zur Erholung. Im therapeutischen Rahmen erzielt die kognitive Verhaltenstherapie die besten Erfolge, weshalb sie in den meisten Kliniken Depression als Baustein für das Therapiekonzept verwendet wird.
Patienten brauchen sich für ihren Aufenthalt in einer Klinik nicht schämen. Der Grund, warum Betroffene sehr spät suchen, liegt zumeist darin, dass es sie zu viel Überwindung kostet allein mit dem Hausarzt über ihre Depressionen zu sprechen. Angehörige bemerken Depressionen nicht, da es sich um eine sogenannte unsichtbare Krankheit handelt. Sobald die erste Hürde in Form eines Gesprächs mit dem Hausarzt geschafft ist, kann der anstehende Klinikaufenthalt Patienten sehr viel Angst einjagen. In der Klinik selbst befinden sich aber weitere Patienten mit Depressionen, sodass die Patienten in einem Boot sitzen und keinerlei Urteile über Leistungen und Status gefällt werden.
Medikamente in der Klinik Depression
Während der Therapie Depression können Medikamente hilfreich sein. Sofern ein Patient keine Medikamente nehmen möchte, wird er nicht zur Einnahme gezwungen. Als Medikamente werden bei Depressionen Antidepressiva eingesetzt, die weder abhängig machen, noch den Charakter der Patienten verändern. Antidepressive können leider je nach Präparat Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Inwiefern die Einnahme von Antidepressiva in Abwägung des individuellen Patienten sinnvoll ist, wird ein behandelnder Arzt und Therapeut mit Patienten in der Klinik genauer erörtern. Selbst wenn Medikamente während der Therapie Depression Klinik eingesetzt werden, ist es langfristig das Ziel, ohne sie auszukommen.
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