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The Economic Times · Redaktionelle Betrachtungen

Raum für Lebensfreude im Gesundheitsplan

Lebensfreude, Beziehungen und Alltagsprioritäten neben Gesundheitszielen: mit Bezug auf die Berichterstattung zur persönlichen Sichtweise von Dr. Simon Feldhaus.

OriginalpublikationZugehörigen Bericht lesen
The Economic TimesJournalistische Zusammenfassung eines Interviews

Top wellness doctor's formula for longer life is not diet food or gym. It is something many of us ignore

ET Online (institutionelle Autorenangabe des Artikels) · Aktualisiert: 26. November 2025 · Englisch

ET Online berichtet über Dr. Simon Feldhaus von THE BALANCE und nennt CNBC als Quelle der zugrunde liegenden Berichterstattung. Dies ist ein Sekundärbericht; die letzte angezeigte Aktualisierung stammt vom 26. November 2025.

Ein Gesundheitsplan gibt meist vor, was Sie tun sollen. Er sagt womöglich viel weniger darüber aus, was diese Anstrengungen Ihnen ermöglichen sollen: mit einem geliebten Menschen zu kochen, sich an einem Gespräch zu beteiligen, Zeit im Freien zu verbringen oder einen Tag zu genießen, der nicht vollständig um die Gesundheit kreist.

Der Bericht von ET Online in The Economic Times befasst sich mit der persönlichen Sichtweise von Dr. Simon Feldhaus und benennt seine Verbindung zu THE BALANCE. Als Quelle der zugrunde liegenden Berichterstattung nennt der Bericht CNBC. Es handelt sich um eine zusammenfassende Darstellung dieses Gesprächs und nicht um ein eigenständiges Interview von The Economic Times.

Die hilfreiche Frage lautet, welchen Platz Lebensfreude in einem durchdachten Behandlungsansatz hat. Sie sollte weder als sicherer Weg zu einem längeren Leben noch als Ersatz für eine Behandlung dargestellt werden. Sie kann jedoch dazu beitragen, zu klären, welchem Zweck ein Plan dient und ob er Raum für das Leben lässt, das Ihnen wichtig ist.

Vier Fragen zur Vorbereitung

  1. Was soll mir die Sorge um meine Gesundheit ermöglichen?

  2. Welche Aktivitäten bereiten mir Freude, ohne zu einem weiteren Leistungsziel zu werden?

  3. Welche praktischen Hindernisse stehen der Zeit mit Menschen oder Interessen im Weg, die mir wichtig sind?

  4. Wie kann ich diese Prioritäten zusammen mit der notwendigen medizinischen Behandlung besprechen?

Beschreiben Sie, was Lebensfreude für Sie bedeutet

Was Freude bereitet, muss nicht außergewöhnlich, teuer oder für andere sichtbar sein. Es kann ein Gespräch ohne Zeitdruck sein, vertraute Musik beim Kochen, ein Ort, den Sie gerne besuchen, oder Zeit, in der Sie etwas gestalten. Gehen Sie von Erfahrungen aus, die Ihnen wichtig sind, statt von Vorstellungen darüber, wie ein erfülltes Leben aussehen sollte.

Achten Sie auf den Unterschied zwischen einer Aktivität, die Sie wählen, weil Sie sie mögen, und einer, die Sie wählen, weil Sie glauben, sie mögen zu müssen. Ein angesagtes Hobby lässt Sie vielleicht gleichgültig. Eine unscheinbare Gewohnheit kann Ihnen sehr viel bedeuten. Sie brauchen nicht für jede Vorliebe eine überzeugende Begründung, bevor Sie ihr einen Platz in Ihrer Woche einräumen.

Beschreiben Sie Ihren Wunsch so konkret, dass Sie ihn umsetzen können. Der Wunsch nach mehr Lebensfreude ist womöglich zu allgemein, um ihn einzuplanen. Der Wunsch nach einer ungestörten Stunde für ein Projekt oder nach einer regelmäßigen Mahlzeit mit einem Freund weist dagegen auf eine praktische Lösung hin. So lassen sich auch Hindernisse leichter erkennen und besprechen.

Machen Sie Genuss nicht zu einer weiteren Leistungsanforderung. Eine Aktivität kann sich lohnen, ohne dass Sie dabei durchgehend begeistert sein müssen. Manche wertvollen Erfahrungen sind mit Anstrengung, Unsicherheit oder einer ganz gewöhnlichen Mischung von Gefühlen verbunden. Lassen Sie Raum für diese Vielschichtigkeit, statt jeden Anlass an der Erwartung ständigen Glücks zu messen.

Sie können sich ein wenig Zeit freihalten, ohne sie im Voraus zu verplanen. Ein freier Abend kann gerade deshalb wertvoll sein, weil er Wahlmöglichkeiten lässt. Raum für ein ungeplantes Gespräch oder eine vertraute Freizeitbeschäftigung muss nicht durch Produktivität gerechtfertigt werden.

Fragen Sie, wozu der Gesundheitsplan dient

Ein hilfreicher Plan kann medizinische Ziele mit den Prioritäten des Alltags verbinden. Wenn Ihnen eine Behandlung oder ein Rehabilitationsprogramm empfohlen wurde, fragen Sie, welche Veränderungen damit unterstützt werden sollen und wie diese mit dem zusammenhängen, was Ihnen wichtig ist. In diesem Gespräch können sowohl messbare Ergebnisse als auch konkrete Alltagserfahrungen Platz haben.

Wer sich beispielsweise auf einen Familienbesuch vorbereitet, könnte fragen, wie sich Termine, Ruhephasen und Unterstützung so organisieren lassen, dass der Besuch zu bewältigen bleibt. Diese Frage ist hilfreicher als die Bitte um Erlaubnis, einen Plan zu ignorieren. Sie eröffnet ein Gespräch über Vorkehrungen, die sowohl die Behandlung als auch die Teilhabe unterstützen könnten.

Vielleicht möchte jemand zum Beispiel unbeschwerter am Familienleben teilnehmen oder sich eine vertraute Tätigkeit wieder zutrauen. Beschreiben Sie dieses Ziel konkret. So erhält die behandelnde Fachperson Informationen darüber, in welchem Alltag ihre Empfehlungen umgesetzt werden und was für Sie eine bedeutsame Verbesserung wäre.

Gehen Sie nicht davon aus, dass Lebensfreude und medizinische Behandlung miteinander konkurrieren müssen. Manchmal geht es darum, eine Aktivität an die Behandlung anzupassen, eine geeignete Alternative zu finden oder Unterstützung zu organisieren, damit sich notwendige Behandlungsmaßnahmen leichter einhalten lassen. Fragen Sie nach Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen medizinischen Empfehlungen, statt eine Priorität aufzugeben, um eine andere zu verteidigen.

Erkennen Sie aber auch, wenn eine Aktivität Ihrer Behandlung entgegensteht. Eine angenehme Erfahrung ist nicht automatisch unbedenklich, und Freude daran hebt ein bekanntes Risiko nicht auf. Sprechen Sie diesen Zielkonflikt offen mit einer qualifizierten Fachperson an. Ein klares Gespräch kann Ihre Prioritäten berücksichtigen, ohne aus einer persönlichen Vorliebe einen medizinischen Nutzen abzuleiten.

Schaffen Sie Raum für Kontakte, die Ihnen guttun

Das NIH Social Wellness Toolkit beschreibt Beziehungen als bedeutsam für das psychische und körperliche Wohlbefinden. Das bedeutet nicht, dass ein voller Terminkalender das Ziel ist. Achten Sie auf die Qualität des Kontakts und darauf, wie Sie sich dabei fühlen, statt lediglich soziale Anlässe zu zählen.

Denken Sie an einen Menschen, mit dem Ihnen Kontakt möglich erscheint. Eine Einladung kann klein und konkret sein: ein kurzer Spaziergang, eine Mahlzeit oder ein Telefonat zu einer vereinbarten Zeit. Auf einen klaren Vorschlag lässt sich oft leichter antworten als auf die vage Zusage, sich einmal wieder zu melden. Lassen Sie dabei Raum für die Lebensumstände des anderen ebenso wie für Ihre eigenen.

Gemeinsame Zeit braucht keinen aufwendigen Rahmen. Etwas gemeinsam zu tun, etwa eine Mahlzeit zuzubereiten oder an einem Projekt zu arbeiten, kann zu manchen Beziehungen besser passen als eine förmlich geplante Unternehmung. Wählen Sie einen Rahmen, der beiden Menschen die Teilnahme ohne unnötigen Druck oder Aufwand ermöglicht.

Wenn eine Beziehung anhaltend verletzend ist oder Ihre Sicherheit gefährdet, ist mehr Kontakt nicht automatisch das richtige Ziel. Suchen Sie angemessene Unterstützung und überlegen Sie, welche Grenzen nötig sind. Der Wert zwischenmenschlicher Verbundenheit darf nicht dazu dienen, jemanden zum Ertragen schädigenden Verhaltens zu bewegen. Unterstützende Beziehungen lassen Raum für Respekt, ehrliche Kommunikation und die Möglichkeit, Nein zu sagen.

Gehen Sie Hindernisse an, statt mangelnde Motivation verantwortlich zu machen

Zeit, Geld, Transportmöglichkeiten, Behinderung, Betreuungs- und Pflegeaufgaben sowie unvorhersehbare Arbeitszeiten können den Zugang zu erfreulichen Aktivitäten einschränken. Das sind praktische Rahmenbedingungen, keine Charakterschwächen. Sie klar zu benennen, ist hilfreicher, als sich zu sagen, man müsse sich einfach mehr anstrengen, um das Leben zu genießen.

Wählen Sie ein Hindernis, das Sie möglicherweise verändern können. Könnte eine Aktivität näher an Ihrem Zuhause stattfinden? Könnte jemand eine Aufgabe mitübernehmen, die derzeit die verfügbare Zeit beansprucht? Gibt es eine barrierefreie Variante oder eine kostengünstigere Möglichkeit? Suchen Sie nach einer realistischen Anpassung, statt die gesamte Woche auf einmal neu gestalten zu wollen.

Wenn Sie mit anderen zusammenleben, besprechen Sie, wie freie Zeit verteilt ist. Die Freizeit einer Person kann davon abhängen, dass eine andere weiterarbeitet. Eine faire Regelung muss diese Arbeit berücksichtigen. Im Gespräch kann es sowohl um die sichtbare Aktivität als auch um die Vorbereitung oder Betreuung gehen, die sie ermöglicht.

Berücksichtigen Sie, dass Ihnen unterschiedlich viel Kraft zur Verfügung stehen kann. An manchen Tagen braucht eine geschätzte Aktivität vielleicht eine kürzere oder ruhigere Form. Eine solche Anpassung kann den Kontakt oder das Interesse erhalten, ohne eine unrealistische Anstrengung zu verlangen. Holen Sie entsprechende medizinische Empfehlungen ein, wenn gesundheitliche Einschränkungen beeinflussen, was angemessen ist, und berücksichtigen Sie die Antwort in Ihrem Plan.

Machen Sie Lebensfreude nicht zur Verordnung

Aufforderungen zu einer positiven Haltung können belasten, wenn jemand krank ist, trauert, erschöpft ist oder seelisch zu kämpfen hat. Niemand sollte dafür verantwortlich gemacht werden, die richtige Stimmung herzustellen, um Genesung zu verdienen. Schwierige Gefühle können auch dann vorhanden sein, wenn jemand gut behandelt wird und wohlüberlegte Entscheidungen trifft.

Wenn Aktivitäten, die Ihnen früher wichtig waren, dauerhaft unerreichbar oder leer erscheinen, sprechen Sie darüber mit einer medizinischen oder therapeutischen Fachperson. Sie müssen diese Erfahrung nicht als Faulheit oder mangelnde Wertschätzung des Lebens abtun. Im Gespräch lässt sich erkunden, was sich verändert hat und welche Unterstützung angemessen wäre.

Wenn Sie jemand anderen unterstützen, bieten Sie konkrete gemeinsame Aktivitäten an, ohne darauf zu bestehen, dass diese die Person aufheitern müssen. Fragen Sie, was machbar erscheint, und akzeptieren Sie, dass sich die Antwort ändern kann. Eine Einladung kann auch dann freundlich und hilfreich sein, wenn sie abgelehnt wird. Machen Sie nicht jede Begegnung zu einer Prüfung, ob die Person positiver wirkt.

Bleiben Sie auch bei Aussagen zur Lebensdauer maßvoll. Eine persönliche Lebensphilosophie kann bedeutsam sein, ohne zu beweisen, dass eine bestimmte Haltung Krankheiten verhindert oder das Leben verlängert. Die Rolle von Lebensfreude geht über eine medizinische Prognose hinaus. Sie kann wichtig sein, weil die Erfahrung selbst wichtig ist – neben angemessener Behandlung und einem ehrlichen Umgang mit Ungewissheit.

Bringen Sie Ihre Prioritäten in das nächste Gespräch ein

Notieren Sie vor einem medizinischen oder therapeutischen Termin eine Aktivität oder Beziehung, die Ihr Behandlungsplan unterstützen soll. Erklären Sie, was derzeit im Weg steht und was Sie sich künftig als möglich erhoffen. So erhält das Gespräch einen konkreten Bezug zum Alltag, ohne die klinische Beurteilung durch den allgemeinen Wunsch zu ersetzen, sich besser zu fühlen.

Fragen Sie, was sich anpassen lässt, wo Vorsicht geboten ist und welche Unterstützung helfen könnte. Wenn ein vorgeschlagener Plan schwer umsetzbar erscheint, beschreiben Sie den praktischen Grund dafür. Eine behandelnde Fachperson kann auf einen konkreten Konflikt hilfreicher eingehen als auf die bloße Aussage, dass der Plan nicht zu Ihnen passt.

Wählen Sie außerhalb der medizinischen Behandlung eine überschaubare Gelegenheit für Freude und räumen Sie ihr einen realistischen Platz ein. Lassen Sie genügend Flexibilität, damit sie auch bei alltäglichen Unterbrechungen bestehen kann. Fragen Sie sich im Rückblick, ob die Erfahrung lohnend war, nicht ob sie eine messbare gesundheitliche Verbesserung bewirkt hat. Manche Erfahrungen dürfen einfach Erfahrungen bleiben, ohne dass ihnen ein therapeutisches Ziel zugewiesen wird.

Ein durchdachter Gesundheitsplan kann Behandlung, Prävention, Beziehungen, Verantwortung und Genuss einschließen. Es geht darum, zu verstehen, wie diese Elemente zu Ihren Lebensumständen passen. Für die künftige Gesundheit zu sorgen und schon heute Raum für einen sinnvollen Tag zu schaffen, kann nebeneinander bestehen – ohne eines dieser Ziele zur Garantie oder zur Forderung nach Perfektion zu machen.

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