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Jil MooreDirektorin Kundenbeziehungen
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Cynthia NakhleAufnahmemanagerin

Individuelle Behandlung & Wahlmöglichkeiten

Persönliche Betreuung beginnt mit sinnvollen Wahlmöglichkeiten

Individuelle Zuwendung wird bedeutsam, wenn ein Mensch den Plan verstehen, eigene Wünsche äußern und besprechen kann, was ihm darin wichtig ist.

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Luxe MagazineGründerinterview

A Conversation With Abdullah Boulad, Founder of THE BALANCE HealthCare Group

Interview von Katya Pellegrino · September 2024 · Französisch; englische Fassung beim Herausgeber verfügbar

Katya Pellegrino interviewt Abdullah Boulad, Gründer der THE BALANCE HealthCare Group. Luxe Magazine veröffentlicht französische und englische Fassungen.

Das Interview, das Katya Pellegrino im September 2024 mit Abdullah Boulad für Luxe Magazine führte, beleuchtet die Überlegungen hinter THE BALANCE. Ein Gespräch über einen persönlichen Betreuungsansatz wirft eine wichtige Frage auf: Wodurch wird Zuwendung in der Praxis als individuell erlebt? Die Antwort sollte über eine große Auswahl an Aktivitäten oder eine ansprechende Beschreibung der Umgebung hinausgehen.

Jeder Mensch bringt eine eigene Geschichte, eine eigene Art der Kommunikation und Prioritäten mit, die möglicherweise nicht auf Anhieb erkennbar sind. Diesen Einzelheiten Raum zu geben, erfordert Zuhören und Erklärungen. Es erfordert auch Wahlmöglichkeiten, die verständlich genug sind, um sie besprechen zu können. Dieser redaktionelle Beitrag betrachtet, wie sich dieser Prozess vor und während einer Behandlung erkunden lässt. Im Mittelpunkt steht die Beteiligung: zu wissen, worauf eine Empfehlung abzielt, eigene Wünsche äußern zu können und eine Vereinbarung erneut besprechen zu können, wenn sich die Umstände ändern. Persönliche Zuwendung wird konkreter, wenn erkennbar ist, wo die eigene Sichtweise in den Plan einfließt.

Vier Fragen zur Vorbereitung

  1. Was sollte ein Team über Sie verstehen, bevor es Empfehlungen ausspricht?

  2. Bei welchen Entscheidungen benötigen Sie weitere Erklärungen, bevor Sie eine fundierte Präferenz äußern können?

  3. Wie berücksichtigt der Plan Fragen, veränderte Prioritäten und unterschiedliche Kommunikationsweisen?

  4. Was würde Ihnen helfen, eine sinnvolle Wahlmöglichkeit von einer überwältigenden Liste an Möglichkeiten zu unterscheiden?

Mit der eigenen Schilderung beginnen

Ein erstes Gespräch kann leicht zu einer Abfolge fachlicher Fragen werden. Diese Fragen mögen notwendig sein, doch die Person sollte auch Raum haben, in eigenen Worten zu beschreiben, was ihr wichtig ist. Fragen Sie, wie diese Sichtweise einbezogen wird. Vielleicht wünscht sich jemand Hilfe dabei, eine wiederkehrende Schwierigkeit zu verstehen, hat Bedenken aufgrund früherer Erfahrungen oder ist schlicht unsicher, welcher Teil der eigenen Geschichte am relevantesten ist.

Eine Möglichkeit zur Vorbereitung besteht darin, drei kurze Notizen zu verfassen: Was ist derzeit schwierig, was soll das Gespräch aus Ihrer Sicht klären und was soll nicht übersehen werden? Diese Notizen ersetzen keine fachliche Abklärung. Sie helfen dabei, Ihre Prioritäten im Blick zu behalten, während Sie andere Fragen beantworten. Sie können sie zum Gespräch mitbringen, ohne Ihre Schilderung ausformulieren oder vervollständigen zu müssen.

Ein kleines Beispiel zeigt, warum diese Unterscheidung wichtig ist. Zwei Menschen können sich beide einen ruhigeren Tag wünschen, aber Unterschiedliches damit meinen. Eine Person möchte weniger Unterbrechungen zwischen den Terminen; die andere möchte mehr Zeit, um die besprochenen Informationen zu verstehen. Der erste Wunsch betrifft die organisatorischen Rahmenbedingungen, während der zweite möglicherweise eine andere Art der Kommunikation erfordert. Die Frage, was helfen würde, gibt dem Team einen genaueren Ausgangspunkt. Sie bietet der Person zugleich Gelegenheit, herauszufinden, worum sie eigentlich bittet. Individuelle Betreuung beginnt mit dieser Klärung und setzt sich in der Reaktion darauf fort. Die getroffene Regelung sollte anschließend am konkreten Bedarf gemessen werden und nicht an einem vagen Eindruck davon, ob sich der Tag ausreichend individuell angefühlt hat. Eine klare Frage macht die Präferenz sichtbar, und eine klare Antwort erläutert, wie das Team darauf eingehen kann und was noch zu besprechen bleibt.

Fragen Sie, wie das Team überprüft, ob es Sie verstanden hat. Eine Zusammenfassung in verständlicher Alltagssprache gibt Ihnen die Möglichkeit, eine Annahme zu korrigieren oder Zusammenhänge zu ergänzen. Das ist besonders wichtig, wenn ein vertrauter Begriff für verschiedene Menschen Unterschiedliches bedeutet. Der Wunsch nach mehr Struktur kann sich beispielsweise auf die praktische Planung, klarere Erklärungen oder ein weitergehendes Anliegen beziehen, das fachlich näher betrachtet werden muss.

Wahlmöglichkeiten verständlich machen

Eine lange Liste von Möglichkeiten kann weniger Klarheit schaffen als eine kleine Zahl gut erläuterter Optionen. Wenn eine Empfehlung ausgesprochen wird, fragen Sie, welche Frage sie beantwortet und wie sie mit den bereits besprochenen Prioritäten zusammenhängt. Fragen Sie, welche Teile des Plans jetzt eine Entscheidung erfordern und welche später betrachtet werden können. Diese Reihenfolge kann die Beteiligung erleichtern.

Ebenso berechtigt ist es, nach Alternativen und den Gründen für die Bevorzugung einer Option zu fragen. Das Gespräch sollte von den qualifizierten Fachpersonen geführt werden, die für die jeweilige Entscheidung verantwortlich sind. Sie können um eine Erklärung unbekannter Begriffe, noch benötigter Informationen oder der Überlegungen bitten, die zu der Empfehlung geführt haben. Ziel ist es, die Wahlmöglichkeit zu verstehen, nicht vor der Zustimmung zu einem nächsten Schritt Fachwissen in jeder Disziplin zu erwerben.

Wenn Sie unsicher sind, beschreiben Sie die Unsicherheit möglichst konkret. Vielleicht ist das Ziel klar, aber der Zeitpunkt schwierig, oder die Informationen sind verständlich, doch Sie benötigen mehr Bedenkzeit. Eine präzise Frage gibt dem Team eine bessere Möglichkeit, darauf einzugehen. Sie verhindert auch, dass eine pauschale Zustimmung ein Anliegen verdeckt, das vor der Umsetzung der Vereinbarung sinnvollerweise hätte besprochen werden sollen.

Nach dem Zweck der Zeitplanung fragen

Individuelle Gestaltung wird manchmal damit verwechselt, mehr hinzuzufügen. Entscheidend ist jedoch, wie die vorgeschlagenen Elemente für diesen Menschen zusammenpassen. Fragen Sie, warum jeder wesentliche Bestandteil der Zeitplanung vorgesehen ist und wie das Gesamttempo überprüft wird. Die Erklärung sollte den zeitlichen Ablauf mit dem Behandlungsplan verknüpfen, statt Aktivität an sich als Maß für Zuwendung zu betrachten.

Praktische Wünsche gehören in dieses Gespräch. Vielleicht fällt es einer Person zu einer bestimmten Tageszeit leichter, Informationen zu verstehen, sie benötigt Unterstützung im Hinblick auf Barrierefreiheit oder möchte Klarheit darüber, wann eine unterstützende Person an einem Gespräch teilnehmen kann. Beschreiben Sie den Bedarf und fragen Sie, wie er mit den klinischen Empfehlungen zusammenhängt. Manche Regelungen lassen sich möglicherweise flexibel gestalten; bei anderen müssen Fachpersonen gegebenenfalls die Einschränkungen erläutern.

Stellen Sie sich eine Person vor, die mit den vorgeschlagenen Terminen einverstanden ist, sich aber Sorgen macht, ob sie sich zwischen den Terminen an Anweisungen erinnern kann. Hilfreich wäre hier die Bitte um einen praktikablen Weg, Informationen zu erhalten und erneut durchzugehen. Ein zusätzlicher Termin würde diesem Anliegen nicht zwangsläufig gerecht werden. Solche Beispiele helfen dabei, individuelle Zuwendung mit einem konkreten Bedarf zu verbinden. Sie geben dem Team Anlass, die Regelung zu erläutern, die auf das Anliegen eingeht, statt anzunehmen, dass mehr Inhalte automatisch mehr Individualität bedeuten.

Raum für eine veränderte Sichtweise lassen

Menschen können ihre Präferenzen anders einordnen, nachdem eine Vereinbarung in die Praxis umgesetzt wurde. Ein Vorschlag, der im ersten Gespräch ansprechend erschien, kann in der Praxis neue Fragen aufwerfen. Fragen Sie, wie solche Fragen erneut an das Team herangetragen werden können und wer den betreffenden Teil des Plans überprüfen kann. Eine veränderte Sichtweise ist eine Information, die besprochen werden sollte, und nichts, was jemand verbergen muss, um kooperativ zu wirken.

Rückmeldungen lassen sich leichter nutzen, wenn sie eine Erfahrung beschreiben. Sie könnten erläutern, dass eine Anweisung schwer zu behalten war, ein Gespräch gehetzt wirkte oder eine organisatorische Regelung die Teilnahme stärker erschwert hat als erwartet. Fragen Sie anschließend, was geklärt oder angepasst werden kann. Die verantwortliche Fachperson kann die Optionen und alle Gesichtspunkte erläutern, die bei der Entscheidung weiterhin berücksichtigt werden müssen.

Es kann helfen, zwischen einer Präferenz und einer Verständnisfrage zu unterscheiden. Vielleicht bevorzugen Sie eine bestimmte zeitliche Regelung, akzeptieren aber eine andere, nachdem Ihnen deren Zweck erklärt wurde. Umgekehrt kann der Zeitpunkt für Sie passen, während Sie weiterhin nicht verstehen, was von Ihnen erwartet wird. Diesen Unterschied zu benennen, vermeidet eine Auseinandersetzung über ein praktisches Detail, wenn es eigentlich um fehlende Informationen geht. Ein persönlicher Plan sollte während des gesamten Verlaufs für diese Art der Klärung offenbleiben.

Die Rolle anderer Personen abstimmen

Wer eine Behandlung erwägt, kann Unterstützung begrüßen und zugleich selbst bestimmen wollen, welche Gespräche vertraulich bleiben. Fragen Sie, wie die Einbeziehung von Angehörigen, Partnerinnen oder Partnern sowie anderen Fachpersonen besprochen und dokumentiert wird. Eine unterstützende Person kann bei praktischen Aufgaben helfen, ohne dadurch automatisch jede neue Information zu erhalten oder jede Entscheidung zu treffen.

Klären Sie zunächst, welche Hilfe die betreffende Person tatsächlich möchte. Es könnte darum gehen, sich Fragen zu merken, eine Reise zu organisieren oder an einem bestimmten Gespräch teilzunehmen. Klären Sie dann Einwilligung, Zweck und Grenzen. Wenn mehrere unterstützende Personen beteiligt sind, kann eine Abstimmung der Zuständigkeiten Unklarheiten verringern und verhindern, dass alle davon ausgehen, jemand anderes habe ein wichtiges Detail bestätigt.

Auch unterstützende Personen brauchen die Möglichkeit, eigene Fragen auf einem geeigneten Weg zu stellen. Ihre Anliegen können relevant sein, ohne die Sichtweise der betreffenden Person zu ersetzen. Eine sinnvolle Regelung berücksichtigt beides: die Rolle des Einzelnen bei Entscheidungen und den praktischen Beitrag, den andere leisten können. Fragen Sie, wie das Team mit Meinungsverschiedenheiten über die Einbeziehung anderer oder mit veränderten Wünschen umgeht. Solche Gespräche lassen sich leichter führen, wenn das Vorgehen bereits klar ist, bevor eine unerwartete Situation eine unmittelbare Reaktion erfordert.

Darauf achten, ob individuelle Zuwendung konkret hilft

Fragen Sie sich nach einem ersten Gespräch, was klarer geworden ist. Können Sie den Zweck des vorgeschlagenen nächsten Schritts beschreiben? Wissen Sie, an wen Sie sich mit einem Anliegen wenden können? Hat das Team eine wichtige Präferenz richtig verstanden? Diese Fragen richten den Blick darauf, was der Austausch ermöglicht hat, statt darauf, ob jedes Detail einem Idealbild persönlicher Betreuung entsprach.

Wenn etwas unklar bleibt, sprechen Sie es erneut und möglichst konkret an. Sie könnten um eine schriftliche Zusammenfassung, eine weitere Erläuterung einer Empfehlung oder die Bestätigung einer organisatorischen Regelung bitten. Es ist nachvollziehbar, dass manche Entscheidungen eine weitere fachliche Abklärung voraussetzen. Entscheidend ist der Unterschied zwischen einer offenen Frage, für die ein nächster Schritt feststeht, und einer Unklarheit, für deren Klärung niemand Verantwortung übernommen hat.

Ein Interview mit einem Gründer kann die Absicht hinter einem Angebot vermitteln. Die individuelle Erfahrung hängt davon ab, wie sich diese Absicht in Gesprächen und Entscheidungen zeigt. Sinnvolle Wahlmöglichkeiten, klare Erklärungen und die Möglichkeit, Anliegen erneut aufzugreifen, geben persönlicher Zuwendung eine konkrete Form im Alltag. Sie ermöglichen es einem Menschen, sich mit seiner eigenen Geschichte und seinen Prioritäten einzubringen, statt lediglich als eine Abfolge noch zu absolvierender Termine betrachtet zu werden.

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