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Jil MooreDirektorin Kundenbeziehungen
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Cynthia NakhleAufnahmemanagerin

Sinn & Teamarbeit

Aus persönlichem Antrieb wird gemeinsame Verantwortung

Die Motivation eines Gründers kann am Anfang einer Geschichte stehen. Die tägliche Arbeit einer Betreuungseinrichtung hängt auch davon ab, wie Menschen lernen, kommunizieren und Verantwortung teilen.

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ReVampGründerinterview

Abdullah Boulad

Interview von Pankhuri Bhutani · 25. August 2024 · Englisch

“Jeder Erfolg, den ich habe, ist nur ein Spiegelbild meines brillanten, fürsorglichen Teams.”

Abdullah Boulad, in ReVampÜbersetzung des Originalzitats

Pankhuri Bhutani interviewt Abdullah Boulad, Gründer der THE BALANCE Healthcare Group, über seine persönlichen Erfahrungen und die Entwicklung der Organisation.

Das Interview von ReVamp mit Abdullah Boulad vom August 2024 verbindet seine persönliche Motivation mit der Entwicklung von THE BALANCE und dem Beitrag des Teams. Der persönliche Antrieb eines Gründers kann erklären, warum eine Organisation entsteht. Ihre weitere Arbeit hängt davon ab, wie Menschen mit unterschiedlichen Fachkenntnissen, Verantwortlichkeiten und Sichtweisen auf ein Problem diesen Antrieb gemeinsam tragen.

Dieser redaktionelle Beitrag beleuchtet diese gemeinsame Arbeit anhand praktischer Fragen zum Lernen und zur Kommunikation. Wie erreicht die Beobachtung einer Person jemanden, der darauf reagieren kann? Wie wird eine Entscheidung dem Teammitglied erklärt, das sie weiter umsetzen wird? Wie kann eine Person, die betreut wird, eine Frage einbringen, die mehrere Zuständigkeitsbereiche berührt? Dies sind alltägliche organisatorische Fragen mit einem menschlichen Anliegen. Sie helfen dabei, aus dem allgemeinen Anspruch einer aufmerksamen Betreuung einen Prozess zu machen, den Menschen verstehen, mitgestalten und verbessern können, ohne dass eine einzelne Person allein den gesamten Überblick behalten muss.

Vier Fragen zur Vorbereitung

  1. Was verlangt die gemeinsame Zielsetzung von jeder einzelnen Person in einer alltäglichen Situation?

  2. Wie geben Teammitglieder die Hintergründe weiter, die zum Verständnis einer Aufgabe oder Entscheidung nötig sind?

  3. Wo lassen sich unterschiedliche fachliche Sichtweisen angemessen besprechen und klären?

  4. Wie trägt die betreute Person mit Fragen und Rückmeldungen zum Verständnis des Teams bei?

Motivation in eine gemeinsam tragbare Aufgabe übersetzen

Eine formulierte Zielsetzung kann für alle bedeutsam sein und dennoch unterschiedliche Vorstellungen darüber offenlassen, was als Nächstes zu tun ist. Wählen Sie eine alltägliche Situation und fragen Sie, was die Zielsetzung in der Praxis verlangt. Jemand bereitet sich auf einen Termin vor, eine Empfehlung muss erläutert werden oder eine organisatorische Änderung wirkt sich auf den Tagesablauf aus. Eine hilfreiche Antwort benennt eine Handlung und die dafür verantwortliche Person.

So könnte der Anspruch, zuzuhören, bedeuten, eine Person ihr Anliegen zu Ende schildern zu lassen, das Verständnis des Teams zu überprüfen und festzustellen, wer darauf eingehen kann. Jede Handlung hat ihren Platz im Gespräch. Wird dieser Ablauf beschrieben, lässt sich der Anspruch leichter besprechen als eine allgemeine Aufforderung, aufmerksamer zu sein.

Fragen Sie, welche Informationen und Befugnisse die verantwortliche Person benötigt. Ein Teammitglied kann eine Aufgabe nicht zuverlässig erledigen, wenn es eine Entscheidung außerhalb seiner Zuständigkeit treffen soll oder ihm die nötigen Hintergrundinformationen zum Handeln fehlen. Eine gemeinsame Zielsetzung wird konkreter, wenn Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Grenzen im Zusammenhang verstanden werden. Dann lässt sich auch leichter erkennen, wann ein Problem an den organisatorischen Bedingungen liegt und nicht an der Hilfsbereitschaft einer einzelnen Person.

Nicht nur die Aufgabe, sondern auch die Hintergründe weitergeben

Eine Übergabe kann benennen, was zu tun ist, ohne zu erklären, warum es wichtig ist. Fehlen diese Hintergründe, kann die nächste Person die Aufgabe anders verstehen. Fragen Sie, was das übernehmende Teammitglied wissen muss: den Zweck, den aktuellen Stand, die relevante Präferenz und die noch offene Entscheidung. Beschränken Sie die Informationen auf das, was der jeweiligen Rolle und den geltenden Zugriffs- und Weitergabeberechtigungen entspricht.

Stellen Sie sich eine organisatorische Bitte vor, ein Gespräch zu verlegen. Die Person, die dies organisiert, muss wissen, ob der Zeitpunkt flexibel ist, ob eine weitere Fachperson der Änderung zustimmen muss und wie die betroffene Person informiert wird. Ohne diese Einzelheiten kann die Anfrage durch mehrere Hände gehen, während niemand weiß, was verbindlich bestätigt werden kann. Eine klare Übergabe zeigt den Weg zu einer Antwort auf.

Auch die übernehmende Person trägt dazu bei, das Verständnis zu überprüfen. Sie kann den nächsten Schritt zusammenfassen, nach fehlenden Informationen fragen und bestätigen, wann sie eine Rückmeldung geben wird. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Aufgaben ähnlich klingen, aber unterschiedliche Anforderungen mit sich bringen. Nach einer Übergabe sollte sich die Arbeit sinnvoll fortsetzen lassen: mit ausreichend Hintergrundinformationen für die nächste Person und einem klaren Weg zur Klärung von Fragen, die außerhalb ihrer Zuständigkeit bleiben.

Unterschiedliche Sichtweisen besprechbar machen

Menschen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten nehmen möglicherweise verschiedene Aspekte derselben Situation wahr. Eine für die Organisation zuständige Person erkennt vielleicht ein Terminproblem, während eine klinische Fachperson einen für die Planung relevanten Gesichtspunkt sieht. Dieser Unterschied liefert nützliche Informationen, wenn ein klarer Prozess besteht, um sie zusammenzuführen. Fragen Sie, wer beteiligt werden sollte und wer für die anschließende Entscheidung befugt ist.

Beschreiben Sie das Anliegen zunächst so, dass alle Beteiligten es verstehen können. Was wurde beobachtet? Was wird vorgeschlagen? Welche Informationen fehlen? So bleibt die Diskussion auf die Frage gerichtet, statt auf die Verteidigung fachlicher Zuständigkeitsbereiche. Wo eine klinische Beurteilung erforderlich ist, liegt diese bei den entsprechend qualifizierten Fachpersonen, die dafür verantwortlich sind.

Meinungsverschiedenheiten müssen nicht hinter der vagen Aussage verborgen werden, das Team habe die Angelegenheit besprochen. Die betroffene Person sollte eine verständliche Erläuterung der daraus hervorgegangenen Empfehlung und Gelegenheit für Fragen erhalten. Sie benötigt nicht jedes Detail einer internen Diskussion, sollte aber wissen, was entschieden wurde und was dies für sie bedeutet. Ein gemeinsamer Prozess ist dann hilfreich, wenn er zu einem klaren nächsten Schritt mit angemessen zugeordneter Verantwortung führt.

Dem nächsten Teammitglied helfen, die Arbeit zu verstehen

Organisatorisches Wissen kann in Gewohnheiten gebunden bleiben, die erfahrene Mitarbeitende nicht mehr erklären. Einem neuen Teammitglied wird möglicherweise gezeigt, was üblicherweise geschieht, ohne dass es den Grund oder die Ausnahmen versteht. Die Vermittlung der Arbeit umfasst deshalb mehr als die Wiederholung eines Ablaufs. Dazu gehört, den Zweck, die Grenzen der jeweiligen Rolle und die Situationen zu erläutern, in denen eine weitere Person hinzugezogen werden muss.

Verwenden Sie alltägliche Beispiele, wenn Sie einen Prozess vorstellen. Was geschieht, wenn Informationen fehlen? Wer darf eine Änderung genehmigen? Wie sollte ein Anliegen dokumentiert und weitergegeben werden? Diese Fragen helfen, routinemäßige Schritte von Entscheidungen zu unterscheiden, die eine Abwägung erfordern. Zugleich ermutigen sie ein neues Teammitglied, nachzufragen, bevor eine Annahme zum Bestandteil des Prozesses wird.

Lernen sollte auch nach der Einarbeitung möglich bleiben. Ein Team kann seine Mitglieder dazu einladen, auf unklare Anweisungen, schwer auffindbare Informationen oder wiederholt missverstandene Erklärungen hinzuweisen. Wo angemessen, sollte die Beobachtung zu einem konkret benannten nächsten Schritt führen. So wird aus Neugier ein nützlicher Beitrag zur organisatorischen Arbeit statt einer abstrakten Vorliebe für kontinuierliche Verbesserung. Zudem lässt sich Wissen leichter weitergeben, wenn Menschen ihre Rolle wechseln, neu ins Team kommen oder auf Umstände treffen, die in den ursprünglichen Anweisungen nicht vorgesehen waren.

Die Fragen der betreuten Person über Zuständigkeitsgrenzen hinweg im Blick behalten

Eine Frage der betreuten Person lässt sich möglicherweise nicht eindeutig den Aufgaben eines einzelnen Teams zuordnen. Vielleicht geht es um den Zweck des Tagesplans, die Einbeziehung einer unterstützenden Person oder eine Empfehlung, die sich auf den Alltag auswirkt. Klären Sie, welcher Teil eine klinische Erläuterung erfordert, welcher die Organisation betrifft und wer die Antwort zusammenführen wird.

Vermeiden Sie, dass die Person bei jeder Übergabe ihr gesamtes Anliegen wiederholen muss, wenn die relevanten Informationen angemessen weitergegeben werden können. Fragen Sie, wie ihre Frage dokumentiert wird, wer sie erhalten hat und wann die Person mit einer Antwort rechnen sollte. Der Prozess sollte aus ihrer Sicht verständlich bleiben. Interne Aktivitäten allein zeigen ihr nicht, ob ihre Frage bearbeitet wird.

Überprüfen Sie nach der Antwort, ob diese tatsächlich auf das vorgebrachte Anliegen eingegangen ist. Auch eine ausführliche Erklärung kann am Kern vorbeigehen, wenn die ursprüngliche Frage missverstanden wurde. Die Person benötigt möglicherweise ein weiteres Beispiel, eine praktische Anpassung oder ein anderes Gespräch. Diese Möglichkeit offenzuhalten, erlaubt es ihrer Sichtweise, das Verständnis des Teams mitzuprägen. Gemeinsame Verantwortung schließt die Verantwortung ein, eine Antwort nutzbar zu machen, statt anzunehmen, dass die Bereitstellung von Informationen automatisch Klarheit schafft.

Eine Änderung überprüfen und die Erkenntnisse erläutern

Ein Team kann aus einer konkreten Schwierigkeit lernen, ohne alle Prozesse gleichzeitig neu zu gestalten. Wählen Sie ein klar beschriebenes Problem, benennen Sie die vorgeschlagene Änderung und vereinbaren Sie, woran sich erkennen ließe, ob sie geholfen hat. Die Überprüfung könnte eine Übergabe, eine schriftliche Erklärung oder einen praktikablen Weg für Fragen betreffen. Halten Sie den Umfang im Verhältnis zum Problem angemessen.

Beziehen Sie sowohl die Menschen ein, die den Prozess selbst erleben, als auch diejenigen, die ihn steuern. Eine neue Anweisung mag der Person, die sie verfasst hat, klar erscheinen und die empfangende Person dennoch im Ungewissen lassen. Fragen Sie, was leichter geworden ist, was weiterhin unklar bleibt und ob die Änderung an anderer Stelle zusätzliche Arbeit verursacht hat. Dies hilft dem Team, die gesamte organisatorische Gestaltung zu beurteilen und nicht nur den Teil, der aus einer bestimmten Rolle heraus am deutlichsten sichtbar ist.

Denken Sie an ein Team, das eine Anweisung überprüft, um deren erneute Erklärung häufig gebeten wird. Die erste Reaktion könnte darin bestehen, sie langsamer zu wiederholen. Eine hilfreichere Überprüfung könnte sich mit der Formulierung, dem Zeitpunkt ihrer Vermittlung und der Frage befassen, ob die empfangende Person weiß, welche Handlung erwartet wird. Bitten Sie jemanden, der die Anweisung noch nicht kennt, anhand eines geeigneten Beispiels ohne Offenlegung privater Informationen zu beschreiben, wie er oder sie diese versteht. Diese Deutung kann eine Annahme sichtbar machen, die den Verfassenden nicht mehr auffällt. Das Team kann daraufhin die Erklärung überarbeiten und prüfen, ob die beabsichtigte Handlung klarer wird. Dies ist ein kleines Beispiel für gemeinsames Lernen: Aus einer Beobachtung wird eine Frage, mehrere Perspektiven fließen in die Überprüfung ein, und eine praktische Änderung wird im Einsatz beurteilt, statt allein deshalb übernommen zu werden, weil sie in einer internen Planungsbesprechung überzeugend klingt.

Dokumentieren Sie die Entscheidung und geben Sie die relevanten Erkenntnisse weiter. Wird die Änderung beibehalten, erläutern Sie, wie sie in die tägliche Praxis eingehen wird. Wird sie überarbeitet, beschreiben Sie den Anlass dafür. Persönlicher Antrieb kann eine Organisation ins Leben rufen, doch gemeinsame Verantwortung verleiht ihr Kontinuität. Die tägliche Arbeit wird durch diese unscheinbaren Verbindungen getragen: eine klare Aufgabe, eine hilfreiche Übergabe, eine Frage, die die richtige Person erreicht, und ein Team, das bereit ist, aus dem weiteren Verlauf zu lernen.

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