THE BALANCEhttps://thebalance.clinic/de/uber-uns/publikationen/presse/unternehmenszweck-und-entscheidungen/

Schweizer Wurzeln. Internationale Expertise. Persönliche Betreuung mit Privatsphäre und Diskretion.

THE BALANCE

Vertrauliche Beratung

Sprechen wir über Ihren nächsten Schritt.

Unser Aufnahmeteam berät Sie zur Behandlung für Sie selbst oder einen Menschen, der Ihnen nahesteht.

Privatsphäre und Diskretion vom ersten Gespräch an.

Ihr Aufnahmeteam

Jil Moore
Jil MooreDirektorin Kundenbeziehungen
Cynthia Nakhle
Cynthia NakhleAufnahmemanagerin

Entrepreneurship & Sinn

Unternehmenszweck in unternehmerische Entscheidungen einbeziehen

Wie ein Unternehmenszweck alltäglichen Entscheidungen Orientierung geben, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen und bei Wachstum und Wandel bedeutsam bleiben kann.

OriginalpublikationOriginalartikel lesen
Arabisk LondonInterview

Interview with Abdullah Boulad Entrepreneur, Innovator and Accelerator with twenty years business experience in Business

Interview zugeschrieben an Huda Az · Aktualisiert: 16. November 2021 · Veröffentlicht: 13. November 2021 · Englisch

Arabisk London veröffentlicht ein Interview mit Abdullah Boulad über Unternehmertum und THE BALANCE, mit Autorenangabe Huda Az.

Ein Unternehmenszweck gewinnt durch Entscheidungen an Bedeutung, die andere Menschen konkret erleben können. In einem Interview mit Arabisk London, das Huda Az zugeschrieben wird, spricht Abdullah Boulad über Unternehmertum und THE BALANCE. Das ursprüngliche Gespräch bietet einen Ausgangspunkt, um über das Verhältnis zwischen persönlichen Werten und unternehmerischer Verantwortung nachzudenken.

Für Gründer oder Teamleitungen stellt sich die praktische Frage, wie ein erklärter Unternehmenszweck die tägliche Arbeit beeinflusst. Was ändert sich, wenn eine Frist schwer einzuhalten ist, eine Gelegenheit attraktiv erscheint oder jemand Bedenken äußert, die den bevorzugten Plan infrage stellen? Solche Momente können zeigen, ob der Unternehmenszweck konkret genug ist, um bei einer Entscheidung Orientierung zu geben.

Die folgenden Überlegungen richten den Blick darauf, diesen Zusammenhang sichtbar zu machen. Sie laden dazu ein, den angestrebten Beitrag zu definieren, den von der Arbeit betroffenen Menschen zuzuhören und die mit Wachstum verbundenen Abwägungen zu prüfen. Der Unternehmenszweck kann für Überarbeitungen offenbleiben und dennoch eine klare Grundlage bieten, um die Entscheidungen einer Organisation zu erläutern.

Vier Fragen zur Vorbereitung

  1. Wem soll unsere Arbeit zugutekommen, und wie würden diese Menschen den Nutzen beschreiben?

  2. Welche alltägliche Entscheidung würde unsere erklärten Werte in der Praxis sichtbar machen?

  3. Wessen Perspektive fehlt, wenn wir eine wichtige Entscheidung besprechen?

  4. Was würde uns dazu bewegen, eine Gelegenheit zu überdenken, selbst wenn sie wirtschaftlich attraktiv erscheint?

Den Beitrag in verständlicher Sprache beschreiben

Erläutern Sie zunächst, was die Organisation für andere Menschen ermöglichen möchte. Vermeiden Sie eine so allgemeine Formulierung, dass sie auf nahezu jedes Unternehmen zutreffen könnte. Benennen Sie die beteiligten Menschen, die Situation, die Sie verstehen, und den Beitrag, für den Sie Verantwortung übernehmen wollen.

Fragen Sie sich, ob eine Kollegin oder ein Kollege diese Beschreibung für eine praktische Entscheidung nutzen könnte. Wenn der Zweck in aufmerksamem Service besteht, was würde sich dann im Gespräch mit einem Kunden ändern? Wenn es um zuverlässige Leistungserbringung geht, welche Informationen bräuchte das Team, bevor es eine Zusage macht? Ein Unternehmenszweck wird hilfreicher, wenn sich seine praktischen Konsequenzen beschreiben lassen.

Überprüfen Sie die Beschreibung gemeinsam mit Menschen, die die Arbeit unmittelbar erleben. Möglicherweise schätzen sie einen anderen Aspekt als den, den die Leitung hervorhebt. Bitten Sie sie zu erläutern, was hilfreich ist, was Schwierigkeiten bereitet und was aus ihrer Sicht klarer sein sollte. Ihre Schilderungen können eine Lücke zwischen Absicht und Erfahrung aufzeigen.

Halten Sie den Unternehmenszweck im Rahmen dessen, was die Organisation tatsächlich leisten kann. Eine glaubwürdige Selbstverpflichtung lässt Raum, Grenzen zu erläutern und eine Anfrage gegebenenfalls an anderer Stelle weiterzuverweisen. Sie sollte Menschen helfen, den angebotenen Beitrag zu verstehen, statt von ihnen zu erwarten, die Bedeutung einer eindrucksvollen Formulierung selbst zu erschließen. Formulieren Sie eine Fassung, die auch eine außenstehende Person hinterfragen und diskutieren könnte.

Einen Wert in eine Entscheidungsregel übersetzen

Wählen Sie einen Wert aus und bestimmen Sie eine wiederkehrende Entscheidung, die er beeinflussen sollte. Das Bekenntnis zu klarer Kommunikation könnte beispielsweise prägen, wie Angebote Zuständigkeiten erläutern, was bei einer Terminänderung geschieht oder wie auf Bedenken eingegangen wird. Legen Sie fest, welches Verhalten den Wert sichtbar machen würde.

Beschreiben Sie das Vorgehen so, dass ein Teammitglied es umsetzen kann. Halten Sie fest, wer verantwortlich ist, welche Informationen benötigt werden und wann die Entscheidung überprüft werden sollte. Ein Wert, dessen Anwendung vollständig von der Intuition eines Gründers abhängt, lässt sich für andere möglicherweise nur schwer einheitlich umsetzen.

Fragen Sie, was geschieht, wenn Werte in unterschiedliche Richtungen weisen. Schnelligkeit kann mit Gründlichkeit in Konflikt geraten, während Flexibilität eine verlässliche Terminplanung erschweren kann. Sprechen Sie die Abwägung an und erläutern Sie, welcher Gesichtspunkt in der jeweiligen Situation Vorrang hat. Die Entscheidung sollte auch für jemanden nachvollziehbar sein, der ein anderes Ergebnis bevorzugen würde.

Verwenden Sie bei der Einführung der Regel ein konkretes Beispiel. Erläutern Sie, wie sie auf ein kürzlich bearbeitetes Projekt anzuwenden wäre, und laden Sie zu Fragen über Grenzfälle ein. Lassen Sie genügend Spielraum für eigenes Urteilsvermögen und legen Sie zugleich fest, wer Unklarheiten klären kann. So wird aus einer Absichtserklärung ein gemeinsamer Arbeitsansatz, der Raum für Lernen lässt, wenn die ursprüngliche Regel nicht zu den Umständen passt.

Denken Sie beispielsweise an eine Kundenanfrage, die das Team innerhalb der vorgeschlagenen Frist nicht erfüllen kann. Das Bekenntnis zu klarer Kommunikation würde erfordern, die Einschränkung zu erläutern, eine realistische Alternative anzubieten und die getroffene Vereinbarung zu bestätigen. Prüfen Sie, ob der Kunde diese Erklärung verstanden hat. So wird der Wert in einem konkreten Austausch erkennbar, statt vorauszusetzen, dass eine interne Erklärung die Menschen erreicht, die sie betrifft.

Unterschiedlichen Erfahrungen zuhören

Menschen bringen unterschiedliche Annahmen in ein Gespräch über die Arbeit ein. Ein Begriff, der einer Person klar erscheint, kann für eine andere etwas anderes bedeuten. Fragen Sie, wie Ihr Gegenüber den Vorschlag versteht und welche Erfahrungen seine Sichtweise prägen.

Betrachten Sie den Hintergrund einer Person nicht als vollständige Erklärung ihrer Präferenzen. Fragen Sie direkt nach Kommunikation, Erwartungen und praktischen Bedürfnissen. Kolleginnen, Kollegen oder Kunden sollten Raum haben, sich selbst zu beschreiben, statt die Rolle zugewiesen zu bekommen, eine ganze Gemeinschaft zu vertreten.

Wenn ein Missverständnis entsteht, ermitteln Sie den konkreten Punkt, an dem die Sichtweisen auseinandergegangen sind. War der zeitliche Ablauf unklar? Bezeichnete dasselbe Wort unterschiedliche Zuständigkeiten? Blieb eine wichtige Annahme unausgesprochen? Das Detail zu klären kann hilfreicher sein, als eine pauschale Schlussfolgerung über kulturelle Unterschiede zu ziehen.

Beziehen Sie zurückhaltender geäußerte Perspektiven bewusst ein. Sie können eine Frage vor einer Besprechung verteilen, um schriftliche Antworten bitten oder nachfragen, ob jemand Bedenken lieber in einem anderen Format ansprechen möchte. Ziel ist es, Beteiligung zu ermöglichen, nicht von allen dieselbe Art der Kommunikation zu verlangen. Ein breiteres Spektrum an Erfahrungen wird dann hilfreich, wenn Menschen erläutern können, was sie wahrnehmen, und die Organisation ein klares Verfahren hat, diese Informationen zu berücksichtigen.

Die mit einer Gelegenheit verbundenen Zusagen prüfen

Eine attraktive Gelegenheit bringt neben einem möglichen Nutzen auch Verpflichtungen mit sich. Halten Sie schriftlich fest, was die Organisation zusagen würde, wer es umsetzen würde und welche bestehenden Verpflichtungen betroffen sein könnten. Berücksichtigen Sie auch die Vorbereitung und Abstimmung, die in einer ersten Besprechung leicht übersehen werden.

Fragen Sie, ob die vorgeschlagene Arbeit zu dem Beitrag passt, den Sie leisten möchten. Ein Projekt kann wirtschaftlich reizvoll sein und zugleich Fachkenntnisse, Kapazitäten oder organisatorische Voraussetzungen erfordern, über die die Organisation derzeit nicht verfügt. Benennen Sie diese Lücken, bevor Sie entscheiden, ob sie sich mit vertretbarem Aufwand schließen lassen.

Berücksichtigen Sie die Menschen, die die Folgen der Entscheidung tragen werden. Wenn eine neue Verpflichtung Zeitpläne, Zuständigkeiten oder Kundenerwartungen verändert, beziehen Sie die betreffenden Personen in die Bewertung des Plans ein. Ihr praktisches Wissen kann eine Voraussetzung sichtbar machen, die die Leitung bisher nicht berücksichtigt hat.

Sie können den Umfang verhandeln, statt die Gelegenheit als unveränderliches Gesamtpaket zu betrachten. Ein kleineres Einstiegsprojekt, ein anderer Zeitrahmen oder eine klarere Aufteilung der Verantwortung können zu einer praktikableren Vereinbarung führen. Erläutern Sie den Grund für die vorgeschlagene Änderung. Der Unternehmenszweck wird sichtbar, wenn er beeinflusst, welche Zusagen die Organisation zu machen bereit ist und wie offen sie die Voraussetzungen beschreibt, die zur Einhaltung dieser Zusagen erforderlich sind.

Die bevorzugte Antwort hinterfragbar machen

Ein Entscheidungsprozess braucht Raum dafür, Bedenken zu äußern, ohne zunächst beweisen zu müssen, dass der gesamte Vorschlag falsch ist. Laden Sie zu konkreten Fragen über Annahmen, fehlende Informationen und Folgen ein. Erläutern Sie, wie diese Fragen berücksichtigt werden und wer die endgültige Entscheidung trifft.

Trennen Sie das Hinterfragen eines Plans von einem Urteil über die Person, die ihn vorschlägt. Eine Kollegin oder ein Kollege kann die grundsätzliche Richtung unterstützen und zugleich eine praktische Schwäche erkennen. Bitten Sie darum, das Problem zu beschreiben und, soweit möglich, die Informationen zu benennen, die zu seiner Klärung beitragen würden.

Dokumentieren Sie wesentliche Unsicherheiten, wenn eine Entscheidung dennoch getroffen wird. Halten Sie fest, was bekannt ist, was eine Annahme bleibt und wann diese Annahme überprüft wird. So kann eine spätere Überprüfung die tatsächliche Entscheidungsgrundlage betrachten, statt sich auf eine vereinfachte Erinnerung daran zu stützen, was alle erwartet hatten.

Wenn neue Informationen die Situation verändern, ermöglichen Sie es, die Entscheidung erneut zu prüfen. Erläutern Sie die Anpassung und ihre Folgen für die betroffenen Menschen. Die Orientierung am Unternehmenszweck sollte die Fähigkeit einschließen, daraus zu lernen, dass eine frühere Einschätzung unvollständig war. Entscheidend ist die Frage, ob die Organisation einen praktikablen Weg hat, aufgrund von Informationen ihr Handeln zu ändern – auch dann, wenn diese Informationen unbequem sind oder erst vorliegen, nachdem bereits erheblicher Aufwand betrieben wurde.

Den Unternehmenszweck anhand der Erfahrungen anderer überprüfen

Wählen Sie einige alltägliche Beispiele aus, wenn Sie überprüfen, ob die Organisation ihrem Zweck gerecht wird. Betrachten Sie eine eingehaltene Zusage, den Umgang mit einem Anliegen, eine abgeschlossene Übergabe oder eine revidierte Entscheidung. Fragen Sie die Beteiligten, wie sie den Vorgang aus ihrer jeweiligen Position erlebt haben.

Vergleichen Sie diese Schilderungen mit der Absicht hinter der Arbeit. Wo zeigt sich ein klarer Zusammenhang? Wo ist die Organisation darauf angewiesen, dass jemand durch außergewöhnlichen Einsatz eine unklare Regelung ausgleicht? Eine hilfreiche Überprüfung betrachtet sowohl den Prozess als auch das Endergebnis.

Entscheiden Sie, was sich daraus folgend ändern soll. Möglicherweise brauchen Sie eine klarere Erklärung, eine realistischere Zusage oder eine andere Art, Menschen an einer Entscheidung zu beteiligen. Legen Sie die Verantwortung für die Anpassung fest und greifen Sie das Thema wieder auf, nachdem genügend Zeit vergangen ist, um ihre praktische Wirkung zu beobachten.

Ein Unternehmenszweck kann sich weiterentwickeln, während die Organisation lernt. Er sollte jedoch für die Menschen verständlich bleiben, die ihr Vertrauen schenken sollen. Halten Sie die Sprache nah an der Arbeit und die Arbeit einer Überprüfung zugänglich. Der Wert der Überlegungen eines Gründers liegt auch in den Fragen, zu denen sie andere anregen. Diese Fragen werden hilfreich, wenn sie Entscheidungen prägen, die Kolleginnen und Kollegen, Kunden und Partner in ihren tatsächlichen Erfahrungen wiedererkennen können.

DAS KÖNNTE HILFREICH SEIN

Hier beginnen.

THE BALANCE
EIN ERSTER SCHRITT

Fragen zu unserer Behandlung